Polnische Konditorei Staropolska wird mit dem CSB-System zur digitalisierten Manufaktur

Zukunftsfähigkeit für die traditionelle Handarbeit für einzigartige Konditorerzeugnisse dank ERP

  • Abb. 1: Im Dreischichtbetrieb stellen die rund 250 Mitarbeiter der polnische Konditorei Staropolska täglich circa 20 t Konditoreiwaren, Backwaren und Speiseeis her.Abb. 1: Im Dreischichtbetrieb stellen die rund 250 Mitarbeiter der polnische Konditorei Staropolska täglich circa 20 t Konditoreiwaren, Backwaren und Speiseeis her.
  • Abb. 1: Im Dreischichtbetrieb stellen die rund 250 Mitarbeiter der polnische Konditorei Staropolska täglich circa 20 t Konditoreiwaren, Backwaren und Speiseeis her.
  • Abb. 2: Die Etikettierung am CSB-Rack in der neuen Betriebsstätte in Bydgoscz.
  • Abb. 3: Die mobile Kommissionierung informiert die Mitarbeiter über die optimale Kommissionier- und Verladereihenfolge.
  • Timo Schaffrath,  Marketing und PR Manager, CSB-System

Wie macht man aus einem kleinen Handwerksbetrieb ein mittelständisches Unternehmen? Die polnische Konditorei Staropolska hat diese Frage für sich beantwortet – mit umfassenden Schritten zur Digitalisierung und Automatisierung. Das neue Produktionswerk verbindet Handarbeit mit digitalisierten Prozessen.

Seit rund zwei Jahren arbeiten die 250 Beschäftigten jetzt in der neuen Betriebsstätte in Bydgoscz (vormals Bromberg), im heutigen polnischen Verwaltungsbezirk Kujawien-Pommern. Im Dreischichtbetrieb stellen sie täglich rund 20 t Konditoreiwaren, Backwaren und Speiseeis her. Angeboten werden die Produkte in den 40 eigenen Filialen, aber auch in den Regalen der Kunden. „Vieles hier ist Handarbeit und das soll auch in Zukunft so blieben. Dadurch erhalten unsere Produkte einen unverwechselbaren Charakter“, sagt der Inhaber Wojciech Kozlowski.

Um dieses Geschäftsmodell wirtschaftlich tragfähig zu machen, setzt Staropolska auch auf modernste Technologien – und dabei spielt die ERP-Software von CSB-System eine zentrale Rolle. „Wir haben damals eine branchenspezifische Software gesucht, mit der wir alle Prozesse steuern können, egal ob im Management oder auf operativer Ebene“, so Kozlowski. Diese Philosophie entspringt dem konsequenten Optimierungsgedanken eines Unternehmens, das wie viele Lebensmittelproduzenten mit hohen Rohstoffpreisen kämpft: Jedes Verbesserungspotenzial soll genutzt werden, damit der Betrieb effizienter, schneller und kostengünstiger produzieren kann. Um den Informationsfluss nicht zu unterbrechen, sollen Schnittstellen zu einem separaten Produktionsplanungssystem oder gar ein Nebeneinander von unterschiedlichen Systemen wie Access oder Excel vermieden werden.

Mit der ERP-Software werden daher nicht nur die Rohstoffe bei den Lieferanten bestellt, sondern auch die Kundenaufträge verwaltet, das Lager organisiert, die Qualität geprüft und die Rückverfolgbarkeit sichergestellt.

Auch die Filialen mit den Kassen sind an das zentrale System angebunden.

Bessere Produktionsplanung bringt viele Vorteile
Bei allem Fortschritt will das Unternehmen seine individuell ausgeprägten Herstellungsprozesse keineswegs aufgeben, sondern mit Hilfe von Software optimal unterstützen. „Wir verstehen uns als eine digitalisierte Manufaktur“, so Wojciech Kozlowski. Die Produktion etwa läuft im Grunde noch wie früher. Aufgrund der kurzen Haltbarkeit der Frischeprodukte kommt es dabei aber immer mehr auf exakte und aktuelle Daten über Aufträge, Rohstoffe, Zutaten, Produktkalkulationen oder Qualitätsinformationen an.

Durch diese enge Verzahnung der physischen Prozesse mit der Welt der Daten hat sich auch die Planung der Produktion verbessert. Staropolska kann heute den Einsatz von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen optimal planen und sorgt so dafür, dass die richtigen Rohstoffe in der richtigen Qualität zum richtigen Zeitpunkt an den richtigen Maschinen zur Verfügung stehen. In unterschiedlichen Detaillierungsgraden planen die Mitarbeiter mit dem System die optimale Reihenfolge. So können die Aufträge in den Biscuit-, Creme- oder Obstabteilungen mit möglichst wenigen Umrüstungen und einer gleichbleibend hohen Qualität produziert werden.

Die Verbesserungen in der Planung schlagen daher direkt auf die operativen Prozesse in den einzelnen Abteilungen durch. „Wir konnten die Bestände im Rohstofflager deutlich reduzieren, die Produktion optimieren und so die Effektivität unseres Unternehmens steigern.“

Der Shopfloor ist durchgängig digitalisiert
Welche konkreten Vorteile die Digitalisierung bietet, wird in den einzelnen Produktionsabteilungen sehr deutlich. Ein wesentliches Element sind dabei die CSB-Racks. Diese IT-Arbeitsplätze zur Betriebsdatenerfassung sind an den wichtigen Punkten wie der Teigmacherei installiert. Wird bspw. ein neuer Produktionsauftrag gestartet, werden die Rezepturen auf die Racks in der Chargierung übertragen und präzise abgearbeitet. Beim Verwiegen der einzelnen Rohstoffe werden die Gewichtsdaten der Waage direkt in das System gespielt. So sind Bearbeitungsfehler, die es früher durch das „manuelle“ Ablesen von der Waage häufig gab, praktisch ausgeschlossen. Das wiederum sorgt für eine hohe, reproduzierbare Produktqualität und minimiert die Verluste durch Fehleinwaagen. An den Racks werden alle Halbfertig- und Fertigprodukte anschließend gewogen und mit Etiketten gekennzeichnet, um sie später schnell identifizieren und im Bedarfsfall zurückverfolgen zu können.

Die Umstellung auf die digitale Datenerfassung hat auch im Lager und der Kommissionierung viel gebracht. Wo früher Laufzettel existierten, sind heute mobile Endgeräte im Einsatz. Am Wareneingang werden die angelieferten Rohstoffe mit Scannern erfasst und bei erfolgreich bestandener Qualitätsprüfung ins Lager gebucht. Bei der Zusammenstellung der Rohstoffe für die Produktion greifen die Mitarbeiter mit ihren mobilen Geräten auf die Stücklisten zurück und buchen die benötigten Materialien durch Scannen der Barcodes direkt auf die jeweilige Produktionskostenstelle. In der Kommissionierung schließlich wird den Mitarbeitern die optimale Kommissionier- und Verladereihenfolge auf den MDE-Geräten vorgegeben.

Digitalisierung ermöglicht mehr als schnelle Erfolge
Staropolska ist ein gutes Beispiel dafür, wie die Digitalisierung häufig klein beginnt und über schnelle Erfolge hinaus dem Unternehmen immer weitere Vorteile bringt. Dass bspw. heute alle Daten digital erfasst und verarbeitet werden, ist nicht nur effizienter, sondern ermöglicht Wojciech Kozlowski auch genauere Auswertungen. Die Investitionen haben sich daher gelohnt und sind laut Geschäftsführer eine Blaupause für die Zukunft. „Wir haben vor, eine neue Bäckerei zu bauen, weil die jetzige Bäckerei inzwischen zu klein geworden ist. Und auch in dem neuen Betrieb werden wir die Software von CSB nutzen.“
 

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