12.07.2018
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Die Meierei-Brauerei am Jungfernsee in Potsdam

  • Abb. 1: Nach gelungener Renovierung öffnete die Meierei-Brauerei am 25. Juni 2003 den Besuchern wieder ihre Tore. Blick nach links beim Betreten der Meierei Brauerei. © LVTAbb. 1: Nach gelungener Renovierung öffnete die Meierei-Brauerei am 25. Juni 2003 den Besuchern wieder ihre Tore. Blick nach links beim Betreten der Meierei Brauerei. © LVT
  • Abb. 1: Nach gelungener Renovierung öffnete die Meierei-Brauerei am 25. Juni 2003 den Besuchern wieder ihre Tore. Blick nach links beim Betreten der Meierei Brauerei. © LVT
  • Abb. 2: Preußens König Friedrich Wilhelm IV. ließ das Gebäude der Meierei-Brauerei 1843/1844 von Ludwig Ferdinand Hesse nach Entwürfen von Ludwig Persius zu einer Meierei-Villa im normannischen Stil umbauen. © LVT

Wenn man im Havelland am Jungfernsee in Ufernähe ein romantisches Gebäude (Abb. 2) betritt, steht man direkt im Sudhaus! Ein Blick nach links auf eine Tafel verrät den Besuchern in Kreideschrift: Heute entsteht Sud hell (Abb. 1). 

Mit dem Bau des Marmorpalais im Neuen Garten in Potsdam brauchte König Friedrich Wilhelm II. von Preußen Milchprodukte zur Versorgung seiner Hofgesellschaft. 1792 war die Meierei fertig, und schon um 1800 tranken Parkbesucher hier Milch und Kaffee. Der Hofmarschall empörte sich über den Ausschank von Branntwein und den verbotenen Tabaksgenuss, doch das tat der Beliebtheit des Ausflugsziels keinen Abbruch.

Schon seit 1804 gibt es Hinweise auf gastronomische Nebeneinkünfte des Meiers: Damals klagt ein Kaffeehausbesitzer namens Bertini über den königlichen „Kuhmelker“, der bei freier Wohnung Kaffee, Milch und Bier deutliche billiger schaffen könne als er selbst.

Durch Bombenangriffe 1944 beschädigt, wurde das Gebäude 1945 der sowjetischen Armee besetzt und brannte durch Unachtsamkeit bis auf die Außenmauern aus. Nach einer vierjährigen Planungs- und Bauphase wurde die Meierei-Brauerei am 27. Juni 2003 wiedereröffnet.

Seitdem versorgen Brau-Ingenieur Jürgen Solkowski und sein Team der Meierei-Brauerei ihre Gäste mit erfrischenden Bierspezialitäten. Die Homepage der Brauerei verrät speziell über die „Weisse Berliner Art“: „Unter Verwendung von obergärigen Hefen, von Brettanomyces-Hefen und den Milchsäurestämmen der Lactobacillus-Familie, die alle aus ihrer Sammlung stammen, wurden schon im Jahre 2004 erste Varianten der Weiße „Berliner Art“ in der Meierei hergestellt. Die Problematik bestand darin, die herkömmliche Berliner Weiße, die ursprünglich ein Zufallsprodukt war, mit den heute üblichen wissenschaftlichen Methoden nachzukonstruieren. Kenner unter den Gästen der Meierei wissen den Geschmack zu schätzen und wundern sich nicht über das hefetrübe Getränk, das sich in Verbindung mit rotem- oder grünem Sirup schon optisch von der üblichen Handelsware abhebt. In der Brauerei Meierei ist die Abfüllung der Weissen in einer Champagnerflasche mit Naturverkorkung und Agraffe nunmehr möglich.

Eine speziell hierfür geeignete Abfüllanlage ist in Betrieb gegangen.“

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