Konsumenten-Vorlieben stärken, Marken schützen: Bizerba-Systeme sichern mehr Lebensmittelqualität in Produktion und Verpackung

Inspektion, Kontrolle, Detektion: Ein Plus für mehr Lebensmittelsicherheit dank XRE-D, Packsecure, Varicon+ und Cwpmaxx Bakery

  • Abb. 1: Optische Mängel wie fehlerhafte Etiketten können den Kunden zum Kauf von Konkurrenzprodukten verleiten. © BizerbaAbb. 1: Optische Mängel wie fehlerhafte Etiketten können den Kunden zum Kauf von Konkurrenzprodukten verleiten. © Bizerba
  • Abb. 1: Optische Mängel wie fehlerhafte Etiketten können den Kunden zum Kauf von Konkurrenzprodukten verleiten. © Bizerba
  • Abb. 2: Das End-of-Line Inspektionssystem XRE-D bietet maximale Sicherheit: Es erkennt dank Röntgentechnologie Verunreinigungen und Fehler in Produkten und Verpackungen.  © Bizerba
  • Abb. 3: Der Packsecure von Bizerba detektiert Verunreinigungen in der Siegelnaht von Trays, Schlauchbeuteln oder Schalen bereits bei Fremdkörpern ab einem Quadratmillimeter.  © Bizerba
  • Abb. 4: Christian Korte, Vice President Industry bei Bizerba

Die Anzahl an Produktrückrufen und Verbraucherwarnungen in der Lebensmittelindustrie nimmt von Jahr zu Jahr zu. Im Jahr 2017 warnten die Behörden in Deutschland auf dem staatlichen Internetportal lebensmittelwarnung.de 161 Mal vor Lebensmitteln – rund 10 % häufiger als im Jahr davor. Auch die Süßwarenindustrie ist davor nicht gefeit. Metallteile im Pudding, Mineralrückstände in Schokolade oder Plastikteile im Schokoriegel – die Liste möglicher Verunreinigungen ist lang. Beim Verbraucher kann dadurch leicht der Eindruck entstehen, dass bedenkenloses Genießen kaum mehr möglich ist.

Eines der Hauptprobleme stellen dabei Fremdkörper dar, die während der Produktion in die Lebensmittel gelangen. Doch auch mangelhafte Verpackungen führen neben bedenklichen Inhalten und Einschlüssen im Produkt zu Rückrufen. In allen Fällen gilt: Produktrückrufe ziehen nicht nur teils schwere finanzielle Folgen mit sich, sondern können auch dem Ruf des betroffenen Unternehmens langfristig schaden. Die Lösung des Problems: moderne Prozesse und Anlagen, die Fremdkörper und andere Mängel zuverlässig aufspüren.

Im Lebensmittelhandel ist die Lebensmittelsicherheit ohne Zweifel eines der wichtigsten Anliegen. Verbraucher lassen sich durch Produktrückrufe aufgrund von Fremdkörpern oder Unzulänglichkeiten an der Verpackung leicht verunsichern. Der daraus resultierende Imageschaden kann schnell eine Abwanderung der Konsumenten zu Konkurrenzprodukten nach sich ziehen. Einige Produzenten, insbesondere Markenartikelhersteller, reagieren bei Reklamationen deshalb oft mit drastischen Maßnahmen. Um den Schaden zu kompensieren und den Verbraucher zu versöhnen, zeigen sie sich großzügig mit Produktgeschenken, Gutscheinen oder anderen wertigen Dingen. Dass das jedoch nicht der Weisheit letzter Schluss sein kann, ist klar.
Eingeführte Vorgaben und Richtlinien sollen helfen, Produktrückrufe zu vermeiden, anstatt Verbraucher im Nachhinein kostenintensiv zu entschädigen. Hersteller müssen z. B. Richtlinien wie die Fertigverpackungsverordnung (FPV) beachten und laut Europäischem Parlament und des Rates der Lebensmittelhygiene bestimmte Verfahren praktizieren, die mit den sogenannten HACCP-Grundsätzen (Hazard Analysis and Critical Control Points) konform sind.

Dementsprechende Maßnahmen sind Mittel um die gesteckten Ziele einer sicheren Lebensmittelproduktion auf Basis kritischer Lenkungspunkte und Grenzwerte kontinuierlich zu gewährleisten. Umsetzen lässt sich das jedoch nur durch moderne Technologien wie passende Inspektions- und Kontrollsysteme.

Blick durch die Röntgenbrille
Finden sich Fremdkörper wie z. B. Plastik, Metall oder Glas im Produkt, wird sofort die komplette Charge aus dem Verkehr gezogen. Es beginnen aufwändige und ressourcenverschlingende Recherchen an der Produktionslinie – Maschinen und Prozesse werden auseinandergenommen und untersucht, um die Ursache für den Fehler zu identifizieren. Verunreinigungen können jedoch auch auf andere Weise entstehen. Beispielsweise wenn Produktchargen bei einer Unterbrechung der Prozesskette von Hand zu einer neuen Produktionslinie transportiert werden.

Um allen Umständen entgegenzuwirken und sicherzustellen, dass keine verunreinigten Waren in den Handel kommen, lassen sich Metalldetektoren und Röntgengeräte am Ende der Prozesskette installieren. Das Metalldetektionssystem Varicon+ von Bizerba erzeugt bspw. direkt nach den Verpackungsanlagen ein elektrisches Feld in seinem Spulenbereich. Jedes Produkt hinterlässt beim Durchlaufen der Maschine ein spezifisches Muster, das überprüft wird. Treten Abweichungen von der Norm auf, deutet das auf eine Verunreinigung hin und die betroffene Ware wird umgehend aus dem Produktionsprozess ausgeschleust.

Blick in die Pralinenschachtel

Detektoren wie der Varicon+ schaffen jedoch allein auf sich gestellt keine hundertprozentige Lebensmittelsicherheit. Bei Produkten, die mit Materialien wie etwa Aluminiumfolie verpackt sind und dadurch eine hohe Eigenleitfähigkeit aufweisen, sinkt die Detektionsgenauigkeit – kleine Verunreinigungen lassen sich nicht mehr prozesssicher erkennen. An dieser Stelle setzen moderne Röntgengeräte an, mit deren Hilfe selbst kleinste Partikel und Rückstände aufgespürt werden können.

Wie in der Medizin fangen hierbei Geräte wie das Inspektionssystem XRE-D von Bizerba die Strahlung der zu untersuchenden Objekte auf und erzeugen daraus ein Graubild. Fremdkörper sind anschließend aufgrund ihrer größeren Dichte als Flecken auf dem digitalen Abbild der Ware zu sehen. Bei modernen Röntgendetektoren wie dem XRE-D erfolgt die Auswertung der Bilder innerhalb von Millisekunden – Förderbänder durchlaufen die Inspektionssysteme also ohne Geschwindigkeitsverlust. Darüber hinaus ist es möglich, das Gerät auf individuelle Anforderungen einzustellen und so bewusst verwendete Metallteile wie Aluclips an Poly-Clip-Beuteln gezielt von der Überprüfung auszuschließen. Außerdem ist es möglich, mithilfe von Röntgengeräten Inhalte von Packungen auf Vollständigkeit zu analysieren und festzustellen, ob bspw. die Pralinenschachtel komplett befüllt ist. Die Kontrolle erfolgt hierbei durch Bildverarbeitung parallel zur Fremdkörpererkennung.

Auch Fehler im Verpackungs- und Versiegelungsprozess können Grund für gravierende Mängel sein. Mitversiegelte Produktreste haben negative optische Auswirkungen. Die Folge: Die Ware bleibt möglicherweise im Regal liegen. Unzulänglichkeiten dieser Art treten bspw. auf, wenn das Produkt nicht ordnungsgemäß in der Packung platziert wurde und sich Reste in der Siegelnaht befinden. Weitere mögliche Folgen sind Undichtigkeit der Versiegelung und ein damit verbundenes, früheres Verderben der Lebensmittel. Doch auch die Werkzeuge der Maschinen selbst sind potenzielle Ursache für eine schlechte, unsaubere oder ungenaue Versiegelung. Vision-Systeme wie der Packsecure von Bizerba lassen sich nach den Wäge- und Metalldetektions-Stationen installieren, um diesen Mängeln vorzubeugen und die Produkte zu identifizieren, inspizieren und zu kontrollieren.

Backwaren bedenkenlos genießen

Eigentlich sind Backwaren, Brot und Kleingebäck mit durchgebackenen Füllungen mikrobiologisch gesehen relativ sichere Lebensmittel. Bei Backerzeugnissen mit nicht durchgebackenen Füllungen wie Konditoreiwaren steigt das Risiko allerdings, da sie bei der Handhabung – insbesondere beim Wechsel der Prozessschritte wie Wiegen und Verpacken – leichter kontaminiert werden können. Bei Rohteig wiederum sind die Übergänge an Zuführ-, Wäge- und Abführbändern Hauptkeimherd und verursachen Hygieneprobleme.

Dynamische Kontrollwaagen wie die CWPmaxx Bakery von Bizerba eignen sich für den Einsatz im hygienisch sensiblen Produktionsumfeld der Backindustrie. Der Grund dafür ist ihre besonders robuste Bauform: Bei klassischen Kontrollwaagen fallen oft Teigreste vom Transportband und sammeln sich in der Anlage, deren Gurt oft schmaler als der Bandkörper ist. Das führt dazu, dass sich der Teig auf der Bandkörperfläche neben dem Gurt ablagert und so wieder in den Produktstrom gelangen kann. Nicht so bei der CWPmaxx Bakery. Die Waage schafft Abhilfe und minimiert Produktablagerungen mit einem durchgehenden Gurt und ohne Umlenkrollen oder Lager. In vielen produzierenden Betrieben sind sogar zwei der Kontrollwaagen im Einsatz: Eine überprüft vor dem Verpacken auf Überfüllung, die andere kontrolliert nach dem Verpacken und am Ende der Produktion die Erfüllung sämtlicher Auflagen – eine hundertprozentige Kontrolle von Rohteig in der Backindustrie ist so stets gegeben.

Fazit

Ob am Anfang oder am Ende des Produktionsprozesses, bei Aufbackbrötchen, Schokoriegeln oder Hefezopf: Moderne Inspektions- und Kontrollsysteme sind zu einem unverzichtbaren Element in der verantwortungsbewussten Lebensmittelproduktion geworden. Produzenten können Waren mit genormtem Gewicht herstellen, die völlig frei von Fremdkörpern sind. Optische Kontrollsysteme sorgen zusätzlich für eine einwandfreie Verpackung aller Produkte. Dies bewirkt auch steigende Umsätze: Der Konsument greift tendenziell eher zu einem makellos verpackten Produkt. Zum anderen stellen Vision-Geräte sicher, dass jede Packung zu 100 % überprüft und das Ergebnis samt Bild abgespeichert wird. Das macht die Dokumentation einfacher – gegenüber dem Kunden und dem Gesetzgeber.

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Bizerba GmbH & Co. KG
Wilhelm-Kraut-Straße 65
72336 Balingen
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Telefon: +49 7433/12-0

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