Simatic Energy Manager Pro: Das Siemens Energiemanagementsystem für die nachhaltige Schokoladenproduktion von Ritter Sport

Dank benutzerfreundlicher Dashboards greifen die Mitarbeiter bei Ritter Sport jederzeit auf Energie- und Produktionsdaten zu

  • Abb. 1: Energiemanager Benjamin Flaig kann Grafiken und Daten auch auf seinen mobilen Geräten abrufen: „Das ist äußerst komfortabel.”Abb. 1: Energiemanager Benjamin Flaig kann Grafiken und Daten auch auf seinen mobilen Geräten abrufen: „Das ist äußerst komfortabel.”
  • Abb. 1: Energiemanager Benjamin Flaig kann Grafiken und Daten auch auf seinen mobilen Geräten abrufen: „Das ist äußerst komfortabel.”
  • Abb. 2: „Mit dem Simatic Energy Manager Pro haben wir Transparenz geschaffen, sodass wir jetzt schon die großen Verbraucher kennen und wir wissen auch, wo wir noch mehr ins Detail gehen und genauer nachforschen müssen”, sagt Energiemanager Benjamin Flaig.
  • Abb. 3: „Die Software, die Trainings, der Support, die gesamte Zusammenarbeit mit Siemens haben uns schwer beeindruckt”, sagt Personaleinsatz­planer Eberhard Pfeifer (rechts im Bild).
  • Christian Schiller,  Siemens

Für den deutschen familiengeführten Schokoladenfabrikanten Ritter Sport ist Nachhaltigkeit mehr als nur ein Slogan. Das Unternehmen hat es sich zum Ziel gesetzt, die Umweltbelastung seiner Produktionsmethoden kontinuierlich zu minimieren und die Auswirkungen für Mensch und Umwelt so verantwortungsvoll wie möglich zu gestalten. Zu den unternommenen Anstrengungen zählt die Implementierung eines fortschrittlichen und umfassenden Energiemanagements am Unternehmensstandort Waldenbuch im Süden Deutschlands.

Mit der Gründung der Schokoladen- und Zuckerwarenfabrik von Alfred Eugen Ritter und Clara Ritter, geb. Göttle, wurde in der Inneren Moltkestraße in Stuttgart-Bad Cannstatt der Grundstein für die Ritter Sport Schokoladengeschichte gelegt, denn hier wurden die ersten „Ritter”-Schokoladen hergestellt und verkauft. 1932 erfand Clara Ritter die bis heute charakteristisch quadratische Schokoladeform. Inzwischen hat das Familienunternehmen 1.500 Mitarbeiter und konnte 2017 einen Umsatz von 482 Mio. € erzielen. Täglich verlassen über drei Millionen Schokoladetafeln das Werk im schwäbischen Waldenbuch, von wo sie in über 100 Länder weltweit exportiert werden.

Ritter Sport stellt Qualitätsschokolade her und hat den Anspruch, dass jede der vielen Schokoladensorten in ihrer Kategorie Klassenbeste ist – und das bedeutet für das Unternehmen, dass Rohstoffe und Verarbeitungsprozesse eine durchgängig hohe Qualität aufweisen müssen. Seit vielen Jahren bereits wird großer Wert auf Nachhaltigkeit und eine umweltfreundliche Verpackung gelegt. 2012 kaufte Ritter Sport Land im Osten Nicaraguas und stieg damit selbst in den nachhaltigen Anbau von Kakao ein. 2018 stellte das Unternehmen als erster großer Tafelschokoladehersteller den Kakaobezug vollständig auf zertifiziert nachhaltigen Kakao um. Dafür wurde Alfred Ritter mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2018 in der Kategorie „Mittelgroße Unternehmen“ ausgezeichnet.

Nach Ansicht der Expertenjury ist Ritter Sport „ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Nachhaltigkeit in der gesamten Wertschöpfungskette vom Kakaoanbau bis zur Verpackung gestaltet werden kann“.

Mission der niedrigen Emissionen

Nachhaltigkeit beginnt bei Ritter Sport bereits bei der Auswahl der Rohstoffe – hört aber damit noch lange nicht auf. Unter anderem betreibt das Unternehmen seit 2002 ein eigenes auf dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung beruhendes Blockheizkraftwerk (BHKW). Nach der Erneuerung 2016 deckt das Blockheizkraftwerk mit 9,9 Mio. kWh rund ein Drittel des Gesamtstrombedarfs und 70 % des Wärmebedarfs. Daneben hat sich das Unternehmen auch ehrgeizige Ziele bei der Energieeffizienz gesetzt, so Eberhard Pfeifer, Personaleinsatzplaner bei Alfred Ritter: „Wir haben uns vorgenommen, jedes Jahr 1,5 % Energie einzusparen.“ Dazu suchte das Unternehmen nach einer modernen Lösung für das Energiemanagement, um nicht nur die Anforderungen gemäß ISO 50001 zu erfüllen, sondern auch um verborgene Potenziale in der Produktion aufzuspüren, so Pfeifer weiter: „Für uns ist das auch der erste Schritt, um zu ermitteln, wieviel Energie in jeder einzelnen Tafel Schokolade steckt.“

In Einklang mit dem Fokus des Unternehmens auf höchster Qualität in allen Bereichen musste die neue Energiemanagementlösung ganz bestimmte Anforderungen erfüllen. In erster Linie sollte sie alle Energiedaten aus Produktion, Gebäude und Energieerzeugung in ein System integrieren und die Daten in einer zentralen Datenbank ablegen und archivieren. Damit Ritter Sport aus den Daten zum Energieverbrauch auch Rückschlüsse auf die Energieeffizienz seiner Produktion schließen kann, musste das neue System auch in der Lage sein, Energiedaten mit Prozessinformationen zu verknüpfen. Und schließlich musste die neue Lösung einfach und intuitiv zu bedienen sein und die Auswertung der Daten mit Dashboards und vielfältigen Berichtsmöglichkeiten unterstützen, damit die Mitarbeiter in der Produktion und im Energiemanagement die Daten jederzeit einsehen können.

Effizienz durch Transparenz

Mit Simatic Energy Manager Pro von Siemens hat Ritter Sport eine Lösung gefunden, die alle diese Kriterien erfüllt. Das System erfasst nicht nur die Daten aus der Produktion, sondern auch die Energiedaten aus dem Gebäudemanagementsystem Desigo Insight. Es ist benutzerfreundlich, lässt sich einfach in Stand halten und kann in der Zukunft skaliert oder modifiziert werden, ohne auf externe Ressourcen zurückgreifen zu müssen. Das Unternehmen plant, Messwerte direkt mit Simatic S7-1200- und S7-1500-Controllern sowie Simatic AI-Energiemessgeräten aufzuzeichnen. Außerdem sollen Sentron PAC-Messgeräte installiert werden, um weitere Messpunkte in das System einzubinden.

Siemens unterstützte die Inbetriebnahme des neuen Systems und schulte die Mitarbeiter von Ritter Sport vor Ort. Das System war nach nur vier Tagen installiert und nach einer entsprechenden Schulung konnten die Mitarbeiter bei Ritter Sport sofort mit der neuen Lösung arbeiten. Seit diesem Zeitpunkt hat das Energiemanagementsystem alle Erwartungen erfüllt, sagt Pfeifer: „Die Software, die Trainings, der Support, die gesamte Zusammenarbeit mit Siemens haben uns schwer beeindruckt.“

Mit dem Simatic Energy Manager Pro hat Ritter Sport jetzt ein System, das nicht nur ein Energiemanagement nach ISO 50001 ermöglicht, sondern es auch erlaubt, Daten aus unterschiedlichsten Quellen zu erfassen und zu verknüpfen. Dadurch kann das Unternehmen einen Bezug zwischen Verbrauchswerten und Produktionsdaten herstellen und erhält so einen detaillierten Einblick, welche Prozesse wieviel Energie verbrauchen. So kann das Unternehmen verborgene Potenziale ausfindig machen und seine Energieeffizienz weiter steigern, meint Benjamin Flaig, Energiemanager bei Ritter Sport. „Beim Simatic Energy Manager Pro haben uns sowohl das einfache Datenmanagement als auch die schönen Visualisierungsmöglichkeiten von Anfang an fasziniert. Mit dem System haben wir Transparenz geschaffen, sodass wir jetzt schon die großen Verbraucher kennen, und wir wissen auch, wo wir noch mehr ins Detail gehen und genauer nachforschen müssen.”

Große Zugewinne, kleiner Aufwand

Simatic Energy Manager Pro stellt eine Reihe von benutzerfreundlichen Dashboards bereit, über die Mitarbeiter bei Ritter Sport jederzeit auf Energie- und Produktionsdaten zugreifen und die Daten einfach auswerten und analysieren können. Die Informationen sind unmittelbar auf den Tablet-PCs und Terminals auf der Produktionsfläche abrufbar – und auch auf mobilen Geräten. „So kann ich von überall auf die Zahlen zugreifen. Das ist sehr komfortabel“, erläutert Flaig. Die Vielseitigkeit und die einfache Handhabung des Systems haben ihn von Anfang an überzeugt. Auch die Ergebnisse des Projekts überzeugen ihn voll und ganz: „Mein Slogan ist: Energieeffizienz ist intelligente Faulheit. Der Simatic Energy Manager passt gut dazu, weil man mit wenig Aufwand wirklich viel erreichen kann.“
 

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