Anlagenbau und Komponenten

Frische Salate, Suppen und Fertiggerichte erreichen eine Taktleistung von 50 Trays pro Minute dank Multivac-Ettikettierung

Übereck-Etikettierung als Herausforderung in einer vorhandenen Linie bei maximal 1,5 m Transportbandlänge bei Rabbit

19.12.2017 - Frische Salate, leckere Suppen und verzehrfertige Fertiggerichte werden bei dem belgischen Familienunternehmen Rabbit N.V.

Frische Salate, leckere Suppen und verzehrfertige Fertiggerichte werden bei dem belgischen Familienunternehmen Rabbit N.V. in sehr vielen unterschiedlichen Trays und Formaten verpackt. Doch die Umstellung des Kennzeichnungsprozesses auf einen Multivac-Etikettierer für die Übereck-Etikettierung erwies sich nicht nur aufgrund der Variantenvielfalt schon als echte Herausforderung – erschwerend kam hinzu, dass der Etikettierer in eine vorhandene Linie eingebunden werden sollte und die zur Verfügung stehende Transportbandlänge von 1,5 m nicht überschreiten durfte. 

Gesucht war bei Rabbit ein Ersatz für bestehende Maschinen aus dem Jahr 2002, die noch unter dem Namen MR Etikettiertechnik geliefert worden waren. Das 1972 gegründete Unternehmen gehört bereits seit 1993 zur Multivac Gruppe, im August 2010 erfolgte die Umfirmierung von MR Etikettiertechnik zu Multivac  Marking & Inspection. „Wir weiten unser Produktangebot permanent aus und müssen daher eine immer höhere Anzahl unterschiedlicher Trayformate bewältigen. Doch der bisherige Etikettierer war nicht für unsere neuen runden Trays ausgelegt. Eine neue Lösung sollte uns in die Lage versetzen, die Formatwechsel schneller und zu geringeren Kosten durchzuführen“, erklärt Gert Geysen, Betriebsleiter bei Rabbit im belgischen Molenstede. Weitere Vorgaben: Der neue Etikettierer sollte in eine bestehende Verpackungslinie integriert werden und das Transportband die Länge von 1,5 m nicht überschreiten. Die Übernahme der Produkte erfolgt aus einem Traysealer.

Moderne Gerichte für den Benelux-Raum und Frankreich Bei den Produkten handelt es sich um frische Salate, die bei Rabbit nach klassischen, aber auch zeitgemäßen Rezepten mit Fleisch, Fisch, Pasta, Reis, Gemüse, Hülsenfrüchten oder auch Couscous sowie einem dazu passenden Dressing zusammengestellt werden. Zudem stehen leckere Suppen auf der Speisekarte, die in weniger als einer Minute unter Hinzufügen von heißem Wasser zubereitet sind und im Büro, zuhause, als kleiner Snack zwischendurch oder als Hauptmahlzeit verzehrt werden können. Die dritte Produktgruppe umfasst Fertiggerichte aller Art, die nur noch kurz erhitzt werden müssen und sich innerhalb von drei Minuten auf den Tisch bringen lassen. Für alle Gerichte verwendet Rabbit ausschließlich frische und hochwertige Zutaten, die Kompositionen orientieren sich an aktuellen Trends und Verbraucherbedürfnissen. Das Familienunternehmen hat sich so im Lauf der Jahre eine starke Marke aufgebaut, mit der Verbraucher Geschmack, Qualität, Innovation und gesundheitsbewusstes Essen assoziieren. Mehr als zehn Millionen Mahlzeiten werden jährlich im 24-Stunden-Betrieb hergestellt und haltbar verpackt. Sie kommen in Belgien, den Niederlanden, Frankreich und Deutschland in die Supermarktregale.

Zwei L 310 im 24-Stunden-Etikettierbetrieb Im Einsatz sind seit Juli 2016 zwei Transportband­etikettierer des Typs L 310 von Multivac für die Obenetikettierung, die L-Etikettierung auf der Oberseite und Stirnseite sowie die C-Etikettierung auf der Oberseite, über die Stirnseite und auf der Unterseite. Ihre Taktleistung beträgt 40 bis 50 Trays pro Minute. Je nach Art der Etikettierung stehen zwei Spendekanten auf dem Etikettierer zur Verfügung: Für die L- und C-Etikettierung wird das Etikett senkrecht von oben vor die vorn laufende Seite des Trays gespendet. Das Tray nimmt das Etikett dann mit bis zu einer Schwammgummi-Andruckrolle. Diese wiederum drückt das Etikett auf der Stirnseite an. Bei der C-Etikettierung schwenkt die Rolle danach nach unten weg und rollt das Etikett auch auf der Unterseite fest an. Gleichzeitig sorgen Rollen von oben dafür, dass das Etikett auch auf der Oberseite sicher haftet. Für die einfache Oben­etikettierung bringt eine Spendekante mit Bürste das Etikett waagerecht oben auf das Tray an. Je nachdem, in welcher Verpackungslinien der jeweilige Etikettierer eingesetzt wird, sind Laufrichtung und Bedienseite unterschiedlich angelegt – einmal von links nach rechts, das andere Mal von rechts nach links. „Durch die modulare Bauweise des L 310 konnten wir ein sehr kompaktes Modell für Rabbit konzipieren, das dem Raumangebot gerecht wird, an die unterschiedlichen Produkte technisch und wirtschaftlich optimal angepasst werden konnte und zudem die drei Aufgabenstellungen hinsichtlich des Etikettierens löst“, erläutert Christian Vlasselaer, Geschäftsführer von Multivac N.V Belgien. Damit der Wechsel zwischen den verschiedenen Trays und Formaten wie gewünscht schnell und unkompliziert gelingt, sollte der Etikettierer ohne Formatteile und mit möglichst wenigen Verstelleinrichtungen auskommen. Bei Rabbit wurde der L 310 deshalb mit einer Höhenverstellung für den Etikettenspender (Verstellbereich 110 mm) ausgestattet, so dass die unterschiedlichen Trayhöhen problemlos verarbeitet werden können. Zusätzlich lässt sich der Etikettenspender seitlich verstellen, um das Etikett auf den unterschiedlichen Traybreiten zu positionieren.

Thermotransferdruck Als Drucksystem kommt der Thermotransferdrucker TTO 10 zum Einsatz. Er kann sowohl Etiketten oder Folie mit Text, Grafiken und Logos, Datum oder Chargennummer, Barcodes oder 2D-Codes mit einer Druckauflösung von 300 dpi präzise bedrucken. Die Bedienung bzw. Steuerung von Etikettierer und Drucker erfolgen über das Bedienterminal HMI 2.0. Gert Geysen zeigt sich insbesondere von der Mensch-Maschine-Schnittstelle beeindruckt: „Der bedeutendste Vorteil bei dieser Lösung ist tatsächlich für uns die einfache Bedienung. Das neue HMI ist absolut leicht verständlich, die Handhabung einfach und schnell. Das gilt übrigens für das komplette Etikettiersystem. Mussten wir bei der alten Lösung noch für jedes Tray die Höhe des Transportbandes mühsam einstellen, haben wir nun lediglich die Höhe des Etikettenspenders anzupassen. Und die erforderlichen Produktionsdaten bringen wir mit dem leistungsfähigen Thermotransferdrucker auch zielgenau und in exzellenter Druckqualität auf die Etiketten.“

Vorteile der Übereck-Etitettierung Insgesamt entspricht das Packungs- bzw. Etikettier-Ergebnis voll und ganz den Erwartungen. Denn eine Übereck-Etikettierung bietet verschiedene Vorteile: Zum einen zeigt das Siegeletikett an, dass die Packung sicher verschlossen ist und beispielsweise vom Verbraucher im Supermarkt noch nicht zur Überprüfung des Packungsinhalts geöffnet wurde. Zugleich dient das Etikett als Verschlussetikett, da der Deckel sicher auf dem Klapptray fixiert ist. Bei Stapelware sind darüber hinaus die wichtigen Informationen zum Produkt auf dem Seitenetikett gut lesbar. Und letztendlich lässt sich die Ware attraktiv im Regal oder in der Frischetruhe präsentieren – die Banderolen und Siegel werten eine Packung auf und werden von Verbrauchern in der Regel als ein Zeichen für besondere Frische und traditionelle Herstellung wahrgenommen.

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