Schraubengebläse arbeiten mit konstant hohem Wirkungsgrad

  • Abb.: Mit den effizienten Schrauben-, Turbo- und Drehkolbengebläsen von Atlas Copco können Betreiber von Kläranlagen ihre Energiekosten für Belüftungsaufgaben drastisch senken. (© Atlas Copco)Abb.: Mit den effizienten Schrauben-, Turbo- und Drehkolbengebläsen von Atlas Copco können Betreiber von Kläranlagen ihre Energiekosten für Belüftungsaufgaben drastisch senken. (© Atlas Copco)
Das Unternehmen Atlas Copco hat neue, besonders effiziente Turbo-, Schrauben- und Drehkolbengebläse für die Abwassertechnik präsentiert. Das neue, ölfrei verdichtende Schraubengebläse ZS 4 VSD+ arbeitet sehr effizient und eignet sich u. a. für die Belüftung der biologischen Becken von Kläranlagen. Die hohe Effizienz des ZS-Gebläses liegt an dem äußerst sparsamen Permanentmagnetmotor der Wirkungsklasse IE5. Dieser weist über den kompletten Regelbereich der Maschine – also auch im Teillastbetrieb – einen nahezu konstant hohen Wirkungsgrad von 97 % auf. Atlas Copco setzt in den Maschinen seinen selbst entwickelten Neos-Umrichter ein, der die Motoren mit der neuesten Technologie zur Drehzahlregelung laufen lässt (VSD+, ­Variable Speed Drive). Damit steigt die Effizienz der Gebläse auch bei schwankender Auslastung, sodass sie mit bis zu 10 % weniger Energie auskommen als die Vorgängerbaureihe. Die Gebläse werden mit Leistungen von 37-90 kW angeboten und erzeugen vom TÜV zertifizierte, absolut reine Druckluft nach ISO 8573-1, Klasse 0 (2010). „Unsere neuen Gebläse zählen zu den energiesparendsten Schraubengebläsen auf dem Markt“, sagte Lisa-Marie Grzeskowiak, Produktmanagerin für Niederdrucksysteme bei Atlas Copco in Essen. Dabei erziele das ZS 4 VSD+ mit seinem neuen Schraubenelement Druckerhöhungen um bis zu 1,5 bar. „Die Maschinen sind so kompakt konstruiert, dass ihre Standfläche nur etwa halb so groß ist wie bei den Vorgängern gleicher Leistung“, ergänzte sie. „Damit passen die Gebläse in jeden Kompressorraum und können mit dem Hubwagen leicht positioniert werden.“ Druck und Temperatur werden kontinuierlich überwacht, was hohe Zuverlässigkeit und Effizienz sicherstellt. Die Gebläse arbeiten mit einem einstufigen, direkt angetriebenen Schraubenelement und verbrauchen aufgrund der internen Verdichtung bis zu 30 % weniger Energie als Drehkolbengebläse. Durch ihren großen Regelbereich arbeiten sie selbst bei stark schwankendem Druckluftbedarf sehr sparsam. Als zweite Neuheit nannte Grzeskowiak die drehzahlgeregelten Turbogebläse der Baureihe ZB 5-6 VSD+. „Die Turbos sind maximal effizient und unter bestimmten Bedingungen auf lange Sicht noch wirtschaftlicher als die Schrauben“, sagte Grzeskowiak.

Die neue ZB-Baureihe wurde für Druckerhöhungen bis 1,4 bar entwickelt. Die Turbogebläse werden mit Volumenströmen zwischen 2.000 und 11.000 m3/h angeboten. Ihre Antriebe sind magnetgelagert, also kontaktlos. Dadurch entfällt die Lagerreibung, was Vibrationen verhindert und den Verschleiß reduziert. Die höhere Anfangsinvestition für die Turbos holten Anwender mit der Zeit über die niedrigere Stromrechnung wieder herein. „Ihre Vorteile spielen die Maschinen besonders dort aus, wo hohe Volumenströme gefordert sind“, sagte Grzeskowiak. „Hier können Turbos effizienter arbeiten als Schraubengebläse, zumindest bei relativ konstantem Druckluftbedarf, wenn entsprechend wenig geregelt werden muss.“ Bei stärker schwankenden Bedarfen und einem dadurch großen Regelbereich seien Schraubengebläse aber meistens sinnvoller. Auch die ZB 5-6 VSD+ sind mit einer integrierten Drehzahlregelung ausgestattet, sodass die Gebläse den erzeugten Volumenstrom stets den Anforderungen des jeweiligen Prozesses anpassen. 

 

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