23.08.2018
News

Zuversicht bei den Lebensmittelherstellern trotz Hitzewelle

Die Ernährungsindustrie erwirtschaftete im Mai 2018 einen Umsatz von 15,1 Mrd. €, 2,9% weniger als im Vorjahr. Sowohl das Geschäft im Inland als auch der Export stagnierten wert- und mengenmäßig. Die Absatzmenge ging um 3,1% im Vorjahresvergleich zurück. Besonders deutlich waren die Einbußen im Auslandsgeschäft. Die Lebensmittelexporte sanken um 6,3% auf 4,8 Mrd. €. Angesichts einer erwarteten saisonbedingt anziehenden Nachfrage wurde die Lebensmittelproduktion im Mai ausgeweitet, der kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex stieg um 2,8% im Vergleich zum Vormonat. Die mittelständische Ernährungsindustrie steht mittelfristig unter einem erheblichen Ertragsdruck. Branchengerechte politische Rahmenbedingungen sind notwendig, um eine wettbewerbsfähige und konsumentenorientierte Lebensmittelproduktion am Standort Deutschland zu sichern.

Die Preise an den Agrarrohstoffmärkten folgen aus den Entwicklungen von Angebot und Nachfrage. Preisschwankungen können auf witterungsbedingt wechselnde Ernteerträge oder auch auf Wechselkursschwankungen zurückgehen. Im Juni 2018 war von der aktuellen Hitzewelle noch nichts zu spüren und die Ernteaussichten waren global gut. Somit sank der HWWI-Rohstoffpreisindex für Nahrungs- und Genussmittel um 4,9% im Vergleich zum Vormonat. Damit notierte der Index 5% unterhalb des Vorjahresniveaus. Die Rohstoffbeschaffung ist ein zentraler Kostenfaktor in der Lebensmittelproduktion, steigende Rohstoffkosten belasten die Erträge der Unternehmen zusätzlich und wirken sich auch mittelfristig auf die Verbraucherpreise aus.

Der monatlich erscheinende ifo-Geschäftsklimaindex ist ein Indikator für die Stimmung und Erwartungen der Ernährungsindustrie. Im Juli 2018 zeigten sich die Lebensmittelhersteller trotz Hitzewelle und verschlechterter Ernteerwartungen in Deutschland zuversichtlich. Zwar ging das Geschäftsklima der Branche zurück, der Saldo blieb jedoch deutlich positiv. Die Kapazitätsauslastung in den Betrieben erhöhte sich, obwohl die Produktionsbehinderungen zunahmen. Diese waren vor allem durch fehlende Fachkräfte und Aufträge, nicht jedoch durch Materialknappheit bedingt.

Die Erwartungen an die Produktion und besonders den Export stiegen für die kommenden drei Monate.

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