Bizerbas optisches Inspektionssystem Slicecheck überprüft transparent verpackte Lebensmittel und spart Material und Kosten

Das System inspiziert bis zu 100 Stapel pro Minute und Spur auf intakte Scheiben, Riegel, Kekse oder Stücke

  • Abb. 1: Das Inspektionssystem Slicecheck lässt sich einfach an vorhandene Überwachungssoftware oder das unternehmenseigene ERP-System anbinden und überprüft bis zu 100 Stapel pro Minute und Spur.Abb. 1: Das Inspektionssystem Slicecheck lässt sich einfach an vorhandene Überwachungssoftware oder das unternehmenseigene ERP-System anbinden und überprüft bis zu 100 Stapel pro Minute und Spur.
  • Abb. 1: Das Inspektionssystem Slicecheck lässt sich einfach an vorhandene Überwachungssoftware oder das unternehmenseigene ERP-System anbinden und überprüft bis zu 100 Stapel pro Minute und Spur.
  • Abb. 2: Beispiel Wurst: Klassische A- und B-Ware im Vergleich von einer jeweils intakten und beschädigten Produkthälfte.
  • Abb. 2: Beispiel Kekse: Inspektionssysteme sortieren Mängelware zuverlässig aus.

Wer im Supermarkt verpackte Lebensmittel erwirbt, erwartet zurecht höchste Qualität. Umso ärgerlicher ist es, wenn Kunden beim Öffnen der Verpackung zerbröselte Kekse, gebrochenes Gebäck oder zerrissene Wurst vorfinden. Bei transparenter Verpackung stellt das schon für den Markt selbst ein Problem dar: Macht die Ware optisch nichts her, bleibt sie in der Regel im Regal liegen. Abhilfe schaffen Inspektionssysteme, die noch vor dem Verpackungsvorgang dafür sorgen, dass mangelhafte Produkte aussortiert werden.

Erste Priorität: Fremdkörper

Die wichtigste Aufgabe von Inspektionssystemen in der Lebensmittelproduktion besteht im Auffinden und Eliminieren von Produkten, die Fremdkörper aufweisen oder anderweitig verunreinigt sind. Zahlreiche Standards, die im Lebensmittelsektor quasi Gesetzesrang haben – wie etwa der International Food Standard (IFS) – sorgen dafür, dass Lebensmittel hohen Qualitätsansprüchen entsprechen. Wer Waren an den Handel verkaufen will, kommt heute faktisch nicht um eine entsprechende Zertifizierung und um EU-Richtlinien herum. Verordnungen, die eine Trennung von sogenannter A- und B-Ware zwingend vorschreiben, existieren jedoch nicht.

B- oder Zweitware

Bei B- oder Zweitware handelt es sich um Produkte, die zwar neuwertig und frisch sind, aber dennoch nicht den höchsten Ansprüchen an das Erscheinungsbild genügen. Bei Wurst wären dies bspw. ein zu hoher Fettanteil, Blutflecken oder eine nicht einwandfreie Marmorierung. Solche Aspekte können dazu führen, dass der Verbraucher die Packung nicht kauft, da der Inhalt optisch seinen Ansprüchen nicht genügt, obwohl die Ware in allen anderen Aspekten einwandfrei ist. Dementsprechend sollten Hersteller ihre Produkte nicht nur auf ihre echte Qualität überprüfen, sondern zudem optische Systeme verwenden, um B-Ware vor dem Verpackungsprozess auszusortieren.

Bizerba Slicecheck

Eine solche Inspektionslösung bietet bspw. Bizerba mit dem neuen Slicecheck. Es kontrolliert geschnittene Produkte vor dem Verpacken anhand eindeutiger Merkmale. Abhängig vom Produkt untersucht und misst das System das Erscheinungsbild der Ware.

Ist der Fettrand einer Wurst- oder Schinkenscheibe verhältnismäßig? Lassen sich Partikel erkennen? Dafür ermittelt das System den optischen Fettgehalt jedes Produktes bzw. der obersten Scheibe eines Aufschnitt-Stapels und weist zusätzliche Werte aus, wie etwa die größte fetthaltige Fläche. In Echtzeit erkennt Slicecheck auf diese Weise mechanische Beschädigungen und Mängel, wie z. B. eingerissene Ränder, Löcher oder eine fehlerhafte Ausrichtung. Bei einem Kochschinken kontrolliert das Gerät u.a. ob die Schwarte korrekt positioniert ist und die richtige Dicke aufweist. Rohschinken hingegen untersucht das System auf zu stark mit Fett durchsetzte Scheiben oder Teile der Haxe. Außerdem erkennt Slicecheck Stellen, die von dunklen Adern durchzogen sind.

Slicecheck spart Verpackungskosten

Im Vergleich zu einer Klassifizierung, die erst nach der Verpackung erfolgt, sind die materiellen und finanziellen Einsparungen bei einer frühen Aussortierung enorm. Obendrein machen es die Inspektionsergebnisse möglich, die Leistungsfähigkeit des Zulieferers zu beurteilen – leicht lässt sich feststellen, wer dauerhaft minderwertige Produkte liefert. Lebensmittelproduzenten erhalten also rückblickend Transparenz über die vorgelagerte Stufe der Wertschöpfungskette und die Qualität der angelieferten Ware. Kontrolldaten zu Prozessautomation, Echtzeitprüfung und Analysemöglichkeiten führen zu spürbaren Produktivitätssteigerungen.

Die Überprüfung geschieht, indem das Gerät die jeweils oberste Scheibe jedes Produktstapels direkt nach dem Schneideprozess testet. Treten Mängel auf, nimmt Slicecheck das Produkt aus dem Vorgang. Dies gewährleistet, dass diese B-Ware nicht verpackt wird und nicht in den Handel kommt. Statistische Auswertungen ermöglichen es, die Schneidemaschinen bei Abweichungen in Echtzeit zu justieren und, falls nötig, gegenzusteuern oder als B-Ware unter einer anderen Marke zu verkaufen.

Datenbasis optimiert vorgelagerte Prozesse

Zu jedem einzelnen Produktstapel generiert das Gerät außerdem detaillierte Informationen zu Erscheinungsbild, Fettanteil und Vollständigkeit. Die so gewonnenen Erkenntnisse dienen dann als Datenbasis zur Analyse und Optimierung des vorgelagerten Schneideprozesses. Ein weiterer Vorteil: Indem Bilder und Produktionsdaten archiviert werden, erfolgt eine lückenlose Rückverfolgung aller Produkte.

Einsatzbereich Gebäck

Eine Inspektion macht darüber hinaus auch bei Gebäck Sinn. Slicecheck ist in der Lage, mit Mängeln behaftete Kekse oder Donuts zuverlässig auszusortieren. Denn wenn Kunden häufig feststellen müssen, dass ihre Lieblingskekse schon vor dem Auspacken in ihre Einzelteile zerbrochen sind, sehen sie gegebenenfalls von einem künftigen Kauf des Produktes ab.

Die Vorgehensweise ist bei Keksen wie bei Wurst die gleiche: Slicecheck ermittelt die Höhe und Ausrichtung des gesamten Produktstapels und macht es damit möglich, die Ware präzise in der Verpackung zu platzieren. Dies beugt darüber hinaus Mängeln wie bspw. Materialfehler in der Siegelnaht vor und verhindert undichte Stellen. Da die Qualitätsprüfung ohne jede Berührung abläuft, trägt sie dazu bei, die hygienischen Bedingungen im Betrieb zu verbessern. Das Risiko von Verunreinigung oder Kontaminationen aufgrund menschlicher Einwirkung wird so wesentlich gemindert.

100 Stapel pro Minute und Spur

Insgesamt ist eine Kapazität von bis zu 100 Stapeln pro Minute und Spur möglich. Dabei können zwei Spuren synchron überwacht werden, sofern sie parallel laufen – optional ist aber auch eine asynchrone Überprüfung auf mehreren Spuren möglich. Hersteller sind folglich in der Lage, in einer solchen Produktionslinie vom Schneide- bis zum Verpackungsvorgang durchgehende Inspektionssysteme zu installieren – und damit nicht nur die hygienische Qualität ihrer Waren sicherzustellen, sondern auch den Kunden optisch und haptisch ansprechende Lebensmittel zu bieten. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Käufer bleiben loyal und der Umsatz wächst, während die Kosten für Ausschussmaterialien sinken.

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