Die Entwicklung nachhaltiger Verpackungen

Gerhard Schubert zeigt: Weniger ist mehr, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit sind kein Widerspruch

  • Abb. 1: Das perfekte Zusammenspiel aus  Material, Technologie und Know-how ist  bei der Planung nachhaltiger  Verpackungskonzepte und  -prozesse sehr wichtig.  © Gerhard Schubert GmbHAbb. 1: Das perfekte Zusammenspiel aus Material, Technologie und Know-how ist bei der Planung nachhaltiger Verpackungskonzepte und -prozesse sehr wichtig. © Gerhard Schubert GmbH
  • Abb. 1: Das perfekte Zusammenspiel aus  Material, Technologie und Know-how ist  bei der Planung nachhaltiger  Verpackungskonzepte und  -prozesse sehr wichtig.  © Gerhard Schubert GmbH
  • Abb. 2: Im Flowpacker, der Schlauchbeutelmaschine von Schubert, lassen sich sowohl Kunststoff-Trays als auch Trays oder Boards aus Karton verarbeiten.  © Gerhard Schubert GmbH
  • Abb. 3: Die hohe Präzision der Verpackungsroboter ermöglicht ein knappes Schachteldesign, das beim Schokoladenhersteller Tören viel Material einspart.  © Gerhard Schubert GmbH
Nachhaltigere Verpackungen sind vom Trendthema zur Voraussetzung für den erfolgreichen Absatz von verpackten Lebensmitteln geworden. Für die wirtschaftliche Umsetzung dieser Anforderungen hat die Schubert-Gruppe ein ganzheitliches Angebot in petto – von der Beratung zu alternativen Verpackungsmaterialien bis hin zum flexiblen Anlagenkonzept, das die Kunden für aktuelle und zukünftige Anforderungen rüstet.
 
Lebensmittelverpackungen müssen Konsumenten heute mit Recyclingfähigkeit, Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen und Recyclaten sowie einer Reduktion der eingesetzten Verpackungsmenge überzeugen. Auch der Gesetzgeber hat die Rahmenbedingungen klar in Richtung Nachhaltigkeit ausgerichtet: Durch die Novellierung des Verpackungsgesetzes, die in Deutschland seit 2019 in Kraft ist, werden schlecht oder nicht wiederverwertbare Verpackungen für die Hersteller teurer. Deshalb sind neben papierbasierten Verpackungen auch Monomaterialien gefragt, die sich in den Recyclinganlagen leichter trennen lassen. Hinzu kommt die geplante CO2-Steuer, die insbesondere erdölbasierte Kunststoffe verteuern soll. Hersteller stehen also vor der Herausforderung, Wirtschaftlichkeit, Produktschutz, Design und Nachhaltigkeit unter einen Hut zu bringen.
 
Häufig gewählte Alternative zu Kunststoffen sind Papier und Kartons. Von der Lochmaske für Joghurtbecher über Trays mit integrierten Trennstegen oder Schupprampen für Kekse bis hin zu Einsätzen für die Produktfixierung und Wrap-around-Kartons bei Getränken – überall dort, wo es nicht darum geht, das Produkt luftdicht zu verschließen, ist Karton ein bewährtes Material, bei dem Schubert auf viele Jahrzehnte Erfahrung zurückblicken kann. 
 
Kompetente Beratung für zukunftssichere Lösungen
Bereits in der Konzeptionsphase für eine neue Verpackungsanlage von Schubert werden Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit als ganzheitliche Ziele definiert.

„Besonders wichtig ist uns, unabhängig vom Verpackungsmaterial die beste nachhaltige Lösung für Kunden zu finden. Schubert-Technologie ist so flexibel, dass sie nahezu alle Materialien in einer Anlage verarbeiten kann,“ so Michael Graf, Director Schubert Consulting und Leiter Expertenkreis für Nachhaltigkeit bei Schubert. Die flexible robotergestützte Verpackungstechnologie hilft Unternehmen bei der Umsetzung der neuen Anforderungen. Denn die Trendwende hin zu ökologischeren Verpackungen ist längst im Gange. Diese Übergangsphase können Hersteller erfolgreich meistern, wenn die Verpackungsmaschinen sowohl herkömmliche Kunststoffverpackungen als auch nachhaltigere Alternativen aus Recyclingmaterialien und papierbasierte Folien mit gleichbleibend hoher Effizienz und Sorgfalt verarbeiten können. Insbesondere gilt das im Hinblick auf umweltfreundliche Materialien, die in der Entwicklungspipeline sind und erst noch auf den Markt kommen.

Durch das modulare Baukastenprinzip lassen sich Anlagen selbst im Nachhinein auf andere, umweltfreundlichere Verpackungsmaterialien umstellen. Nachhaltigkeit wird auch durch den sicheren und zuverlässigen Verpackungsprozess gewährleistet, der den Ausschuss und den Packmittelverbrauch auf ein Minimum reduziert. „Als Verpackungsmaschinenhersteller unterstützen wir unsere Kunden beim Umstieg auf nachhaltigere Verpackungsprozesse und lösen für sie den Widerspruch zwischen neuen Materialien und einer effizienten Automatisierung auf,“ erläutert Marcel Kiessling, Geschäftsführer bei Gerhard Schubert.

Ganzheitliche Verpackungsentwicklung
Schubert optimiert Prozesse der Kunden über die gesamte Kette von Rohstoff, Verpackung, Logistik bis zum Recycling und orientiert sich dabei an den Fünf-R- Prinzipien – Refuse, Reduce, Reuse, Recycle und Rethink. Daher unterstützen die Verpackungsentwickler von Schubert Lebensmittelhersteller bei Bedarf von Anfang an bei der Auswahl von maschinengängigen Materialien. Kunden können die Experten mit einer fertigen Produktverpackung, einem konkreten Entwicklungsauftrag oder Modifizierungswünschen bestehender Verpackungen kontaktieren. Die Spezialisten arbeiten dabei eng mit dem Verpackungslieferanten des Kunden zusammen. So lassen sich Kundenwünsche nach materialsparenden, kostengünstigen Lösungen, anderen Verpackungsformaten oder effizientere Transportlösungen mit einer größeren Anzahl an Produkten pro Sekundärverpackung und Palette umsetzen. Eine platzsparende Produktanordnung durch die intelligente Robotertechnologie kann bspw. den Platz auf der Palette effizienter nutzen und so Lkw-Fahrten einsparen.

Ein konkretes Beispiel für eine solche Planung ist der türkische Schokoladenproduzent Tören: Seit kurzem verpackt das Unternehmen auf einer Anlage mit zwei integrierten Casepackern bis zu 1.600 Produkte in der Minute. Zuvor wurde bei der Beratung jedoch ein neues Konzept für die Sekundärverpackung entwickelt. So wurden statt den bisher verwendeten, manuell aufgerichteten Kartons Schachteln aus Flachzuschnitten gewählt. Denn die Roboter in den Casepackern arbeiten so genau und benötigen beim Platzieren der Produkte in den Schachteln so geringe Toleranzen, dass knapper bemessene Zuschnitte verwendet werden konnten. Als Resultat ließ sich die Menge an Verpackungsmaterial erheblich reduzieren. Diese einfache, aber effektive Lösung spart dem Schokoladenhersteller zwischen 15 und 25 % an Verpackungsmaterial für die Kartons ein – und das bei sechs Millionen Kartons im Jahr.

Nachhaltigkeit durch intelligentes Anlagendesign
Materialeinsparungen ermöglicht auch der Einsatz von Schlauchbeuteln, die mit dem Flowpacker, der Schlauchbeutelmaschine von Schubert, verpackt werden. Auch bei diesem Schubert-Aggregat ist der Wechsel zwischen herkömmlichen und recycelbaren Folien leicht realisierbar. Das gilt für Hersteller unterschiedlichster Produkte. Sie profitieren neben der Nutzung alternativer Verpackungsmaterialien von der flexiblen Umstellung auf neue Formate und Produkte. Möglich ist das durch die nahtlose Integration des Flowmoduls in die TLM-Linie. Die Zuführung der Produkte zum Schlauchbeutelaggregat erfolgt über Pick-and-Place-Roboter, die sich flexibel an den jeweiligen Leistungsbereich des Kunden und die Art der Produkte anpassen können.

Das verwendete Siegelsystem ist beim Wechsel zwischen herkömmlichen und nachhaltigeren Folien von großer Bedeutung. Denn umweltfreundlichere Folien benötigen aufgrund des empfindlicheren Materials besonders schonende Siegelverfahren. Dies wird beim Flowpacker durch die fliegende Quersiegeleinheit gewährleistet, die eine vollständige Kontrolle über die Dauer des Siegelvorgangs erlaubt. Die auf die Millisekunde genau wählbare Siegelzeit sowie die Konstruktion des Siegelroboters, der eine schwankende Produktionsgeschwindigkeit ausgleichen kann, ermöglichen das einwandfreie Siegeln von Monofolien ebenso wie von papierbasierten Folien ohne Beschädigungen. Darüber hinaus kann die Maschine sowohl klassische Verbundfolien als auch Kaltsiegelfolien verarbeiten. Durch seine Flexibilität erlaubt der Flowpacker Kunden auch den allmählichen Umstieg auf alternative Folienmaterialien. Diese breiten Einsatzmöglichkeiten machen die Schlauchbeutelmaschine von Schubert zu einer zukunftssicheren Investition.

Schubert unterstützt Hersteller bei der Optimierung ihrer Verpackungsprozesse in Richtung Nachhaltigkeit also auf verschiedenen Ebenen und in verschiedenen Bereichen. Dadurch dass die flexiblen Maschinen sowohl herkömmliche als auch neue Materialien verarbeiten können, sind Kunden im schnelllebigen Lebensmittelbereich für einen wirtschaftlichen Umstieg Richtung Nachhaltigkeit gerüstet. In Zusammenarbeit mit der Verpackungsentwicklung von Schubert und der Beratung durch Schubert-Consulting lassen sich leicht nachhaltige, effiziente und wirtschaftliche Prozesse planen, mit denen die neuen Herausforderungen am Markt bewältigt werden können. 


Das Unternehmen
Gerhard Schubert ist weltweit anerkannter Marktführer für Top-Loading-Verpackungsmaschinen (TLM). Das Familienunternehmen aus Crailsheim (Baden-Württemberg, Deutschland) setzt bei seinen digitalen, roboterbasierten Verpackungsmaschinen auf ein Zusammenspiel von einfacher Mechanik, intelligenter Steuerungstechnik und hoher Modularität. Mit dieser Philosophie und einer eigenen Innovationskultur beschreitet das Unternehmen seit über 50 Jahren eigenständige technologische Wege.
 
Mit seiner TLM-Technologie stellt der Maschinenbauer seinen Kunden zukunftssichere Verpackungsmaschinenlösungen bereit, die einfach in der Bedienung, flexibel in der Formatumstellung, hochleistungsfähig und stabil in der Funktion sind. Die TLM-Verpackungsmaschinen verpacken Produkte jeglicher Art und Branche – von Lebensmitteln, Süßwaren, Getränken, Pharmazeutika und Kosmetik bis hin zu technischen Artikeln – in Trays, Kartons, Schachteln oder in Schlauchbeutel.

Namhafte Marken wie Ferrero, Nestlé, Unilever, Mondelez oder Roche vertrauen gleichermaßen auf Automatisierungslösungen von Schubert, wie zahlreiche kleine, mittelständische und familiengeführte Unternehmen. Gegründet im Jahr 1966 beschäftigt die heute in zweiter Generation geführte Unternehmensgruppe 1.400 Mitarbeiter.


 

 

Autor(en)

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Gerhard Schubert GmbH
Hofäckerstr. 7
74564 Crailsheim
Telefon: +49 7951 400 0

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