Smarte Intralogistik im Hygienedesign

Eine automatisierte Linie von Trapo transportiert die Käsevariationen im Jermi Käsewerk sicher zwischen Produktion und Laderampe

  • Abb. 1: Den Weitertransport der verpackten Käsevariationen ins Lager oder zum Verladen übernehmen sechs Fahrerlose Transportsysteme der TTS Serie. Abb. 1: Den Weitertransport der verpackten Käsevariationen ins Lager oder zum Verladen übernehmen sechs Fahrerlose Transportsysteme der TTS Serie. 
  • Abb. 1: Den Weitertransport der verpackten Käsevariationen ins Lager oder zum Verladen übernehmen sechs Fahrerlose Transportsysteme der TTS Serie. 
  • Abb. 2: Der Hochleistungs-Lagen-Palettierer aus der HLP Serie bietet hohe Leistung auf engstem Raum. Bei hoher Produktvielfalt auf Kundenseite lassen sich unter Höchstleistung perfekte, saubere Lagen und Stapel bilden.
  • Abb. 3: Das autonom agierende TLS 3600 belädt Lkw und Container raumsparend, gleicht an der Laderampe Höhenunterschiede aus und nimmt Positionskorrekturen vor.
  • Jörg Thomas,  Leiter Vertrieb bei Trapo

Zentraler Gewinn moderner Lebensmittelverarbeitung ist die optimierte Sicherheit durch automatisierte Abläufe. Hersteller von Nahrungsmitteln verantworten die Produkthaftung, Trapo gestaltet als Partner der Lebensmittelindustrie einwandfreie Prozesse in Produktion und Intralogistik. Mit Respekt vor dem Auftrag, Lebensmittel zu transportieren, entstehen komplexe Linien – beim Traditionshersteller Jermi Käsewerk ab Produktion bis zur Laderampe.

Gegründet wurde das oberschwäbische Traditionsunternehmen bereits 1889. Heute zählen zum Kundenkreis des Lebensmittelherstellers aus Laupheim-Baustetten neben dem klassischen Lebensmitteleinzelhandel alle deutschen Discounter, Großhändler, die lebensmittelverarbeitende Industrie sowie Partner im Co-Manufacturing-Bereich. Neben der eigenen Marke „Jermi“ nehmen die Handelsmarken der Kunden eine stetig wachsende Rolle ein. 20 % der Erzeugnisse werden vom Oberschwäbischen aus in 50 Länder weltweit exportiert.

Gesamtlinienkompetenz ermöglicht flexible Fördertechnik
Eine hochmoderne Fertigung ermöglicht es, dass jährlich über 12.000 t Schmelz- und Frischkäse und rund 28.000 t konfektionierter Käse auf dem Tisch des Genießers landen. Hochleistung, die einen Partner braucht. 2018 kam der erste Kontakt zu Trapo zustande. „Die langjährige Erfahrung in High Care-Bereichen und im Hygienedesign war für mich ausschlaggebend“, erinnert sich Gerhard Jerg, Geschäftsführer von Jermi Käsewerk.
„Alles aus einer Hand“ – die Gesamtlinienkompetenz von Trapo hat ihn beeindruckt – und nicht zuletzt das frische, elegante, kompakte Edelstahl-Design der Anlage. Wissen, das auf über 50-jähriger Erfahrung und Expertisen im Bereich der Edelstahlfertigung gründet. Alle Komponenten des Hygienedesigns entstehen in der hauseigenen Edelstahlfertigung am Stammsitz in Gescher-Hochmoor.

Automatisierte Lösungen für mehr Leistung
In einem ersten Schritt lieferte Trapo zwei Hochleistungspalettierer HLP 6000.

Der Hochleistungs-Lagen-Palettierer aus der HLP Serie bietet hohe Leistung auf engstem Raum – und bedient ein nahezu unbegrenztes Produktspektrum. So lassen sich bei hoher Produktvielfalt auf Kundenseite unter Höchstleistung perfekte, saubere Lagen und Stapel bilden. Bei diesem erheblichen Vorteil spielt der HLP sein Alleinstellungsmerkmal aus, die absolute Flexibilität: Der HLP 6000 legt perfekt ab und realisiert beliebige Lagenbilder unterschiedlicher Formate – bis zu 10 Lagen/Min.

Die Basis sicheren Verpackens bilden die Lagenbildung und das Palettieren. Die Palettierer der HLP Serie agieren bei Jermi mit hohem Einlauf. Der eine Hochleistungs-Lagen-Palettierer ist mit y-Achse, der zweite mit einer Verfahrachse ausgestattet sein – so können bedarfsorientiert ein oder mehrere Palettierplätze bedient werden. Den Weitertransport der verpackten Käsevariationen ins Lager oder zum Verladen übernehmen sechs Fahrerlose Transportsysteme der Trapo Transport Shuttle-Serie (TTS-Serie). Mit der TTS Serie schlägt Trapo ein neues Kapitel flexibler Fördertechnik in der Lebensmittelproduktion auf. Besonderen Mehrwert bietet die Flexibilität der Serie, deren Transportlösungen autark agieren: Die betreibenden Akkus werden über Kontakte geladen.

Im Standard transportiert der TTS innerhalb der Produktion Lasten bis 2.000 kg, höhere auf Anfrage. Jermi entschied sich für mobile Fördertechnik – für mehr Flexibilität und höheren Raumnutzen. Idealerweise werden der TTS und der Trapo Warehouse Shuttle (TWS) in Kombination eingesetzt: für präzise, zeitsparende Übergaben und optimale Nutzung der Lagerfläche. Am Hochregallager bei Jermi übernehmen diese Aufgabe zwei TWS, diese legen bei einer Beschleunigung von 1,5 m/s² drei Meter pro Sekunde zurück und absolvieren den Zyklus aus Ausfahren, Greifen und Einfahren in maximal drei Sekunden.

Sicherheit und Effizienz an der Laderampe
Aktuell wurde die Gesamtlinie ein weiteres Mal ergänzt: Um das Trapo Ladungs System TLS 3600 – das mehr Sicherheit und höhere Effizienz an der Laderampe bieten wird. Die Verantwortlichen vom Jermi Käsewerk und Trapo inspirierten sich wechselseitig – vereint in der visionären Idee, Routineaufgaben durch effiziente Automatisierung nachhaltig zu optimieren. So entstand die Idee zur lückenlosen Automatisierung „ab Produktion bis in den Lkw hinein“. Das Ergebnis ist das autonom agierende TLS 3600, das einen besonderen Wettbewerbsvorteil bietet: Es kann selbsttätig an der Laderampe Höhenunterschiede ausgleichen und Positionskorrekturen vornehmen.

Das Beladen erfolgt in vier Sequenzen. Zunächst werden bis zu drei Paletten auf dem stationären Teil des Systems nebeneinander in Reihe platziert und ausgerichtet. Es folgen die Aufnahme und das Verladen der Reihe. Während des Verladevorgangs wird eine weitere Palettenreihe auf dem stationären Teil gebildet und bereitgestellt. Ein kontinuierlicher Ablauf, der Zeit und Wegstrecke spart und Wartezeiten bei der Palettenladung vermeidet. Für einen 13-Meter-Trailer beträgt die Beladezeit mit 33 Paletten – abhängig vom Ladegut – ca. 15 Minuten.

Bewusst fiel die Entscheidung auf einen Partner mit gewachsener Gesamtanlagen-Kompetenz, der ein Höchstmaß an Sicherheit bietet und nachweislich auf Automatisierungen in High Care-Bereichen spezialisiert ist. Als Leitinstanz regelt und überwacht das Trapo Intelligent Managementsystem (TIM), die automatisierten Abläufe zwischen Produktion und Laderampe. Das übergeordnete TIM fungiert gleichwohl als „Ampelschaltung“, damit die TTS sicher und effizient neben- und miteinander agieren.

 


DER AUTOMATISIERUNGSSPEZIALIST
Trapo mit Sitz im westfälischen Gescher-Hochmoor ist Partner für industrielle Automatisierung. Zu den Kernkompetenzen zählen Konzeption und Engineering, die Fertigung und Inbetriebnahme sowie der After-Sales-Service für Maschinen und Anlagen in der Intralogistik. Branchenübergreifend werden Trapo Lösungen beim Picken, Packen, (De-)Palettieren, Verpacken, Warehousing, in der Sortier- und Verteiltechnik sowie beim Be- und Entladen eingesetzt. Weltweit profitieren Kunden von der Erfahrung und dem Know-how aus mehr als 60 Jahren. Mit State-of-the-Art-Technologie setzt das Unternehmen neue Standards für fließende Übergänge in Produktion und Intralogistik. Forschung und Entwicklung nehmen im hauseigenen Technikum seit jeher einen zentralen Stellenwert ein.

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Trapo AG
Industriestraße 1
48712 Gescher
Germany
Telefon: 49 2863/2005-0

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