Getränkehändler Fristo setzt auf Paletten-Durchlaufregalanlage mit Kommissioniertunneln von Bito

Im schwäbischen Zimmern ob Rottweil hat Fristo sein fünftes Verteilzentrum errichtet und liefert so schneller und flexibler

  • Abb. 1: Betriebsleiter Tobias Munke zeigt sich zufrieden: „Bito hat uns nicht nur bei der Planung bestmöglich unterstützt. Wir haben jetzt eine Lösung, mit der wir unsere Ziele optimal erreichen können.“ Abb. 1: Betriebsleiter Tobias Munke zeigt sich zufrieden: „Bito hat uns nicht nur bei der Planung bestmöglich unterstützt. Wir haben jetzt eine Lösung, mit der wir unsere Ziele optimal erreichen können.“
  • Abb. 1: Betriebsleiter Tobias Munke zeigt sich zufrieden: „Bito hat uns nicht nur bei der Planung bestmöglich unterstützt. Wir haben jetzt eine Lösung, mit der wir unsere Ziele optimal erreichen können.“
  • Abb. 2: Bito lieferte für das Verteilzentrum von Fristo eine Paletten-Durchlaufregalanlage mit Kommissioniertunneln. Darin lagert der Getränkehändler Schnelldreher und stellt diese für Auslieferungstouren rasch bereit.
  • Abb. 3: Die Durchlaufebenen sind mit der innovativen Nachlaufsperre Flowstop ausgestattet.
  • Abb. 4: In der Vollguthalle setzen die Mitarbeiter mit Treibgasstaplern die Paletten in die Durchlaufkanäle.
Im schwäbischen Zimmern ob Rottweil hat der Getränkehändler Fristo sein fünftes Verteilzentrum errichtet und beliefert damit seine Märkte in Baden-Württemberg schneller und flexibler. Die Lagertechnik kommt von Bito. Kernstück des Neubaus ist ein Durchlaufregalsystem mit Kommissioniertunneln. Darin werden Schnelldreher gelagert und für Auslieferungstouren rasch bereitgestellt. Mit der kompletten Lagertechnik stapelt der Händler nicht nur sehr viel Ware auf wenig Platz, er kann auch problemlos das FiFo-Prinzip (First in – First out) umsetzen. In der gesamten Anlage ist Platz für 6.200 Paletten.

Alkoholfreie Getränke, Bier, Sekt, Spirituosen oder Wein – was darf es sein? Mit 220 Märkten in neun Bundesländern sowie im österreichischen Tirol gehört Fristo zu den größten Getränkehändlern Deutschlands. Vom Firmensitz im südbayerischen Buchloe sowie den Logistikzentren im nordbayerischen Adelsdorf, im sächsischen Rossau, im hessischen Gernsheim und seit 2015 nun auch im baden-württembergischen Zimmern ob Rottweil beliefert Fristo jeden Markt zur richtigen Zeit mit den richtigen Getränken. „Mit dieser dezentralen Struktur können wir neben den überregionalen Marken auch heimische Spezialitäten anbieten, die bei den Kunden besonders beliebt sind“, sagt Tobias Munke. Er ist der neue Betriebsleiter und kam für diese Position vom sächsischen Verteilzentrum nach Zimmern. „Zwar ist ein bestimmter Anteil der Artikel in jedem Markt identisch“, erklärt er. „Aber ein Bier der Fürstenberg-Brauerei aus Donaueschingen finden Sie nur hier in Baden-Württemberg, in Sachsen nicht – dort gibt es dann wieder andere Besonderheiten.“ Fristo ergänzt das Sortiment durch ausgewählte Weine sowie Eigenmarken, die der Händler von verschiedenen Brauereien und Brunnen produzieren lässt.

Flexibler liefern

Rund 35.000 m2 nimmt das neue Verteilzentrum im Gewerbegebiet Inkom in Zimmern ein. An Hallenfläche stehen 7.700 m2 zur Verfügung, die Büroflächen umfassen 740 m2. „Wir lagern hier ein Sortiment von insgesamt 965 Artikeln“, sagt Munke stolz.

„Pro Monat liefern wir etwa 200.000 Getränkekisten an 31 Märkte in Südbaden und Südwürttemberg aus.“ Dafür steht dem Verteilzentrum eine eigene Lkw-Flotte mit neun Fahrzeugen zur Verfügung: zwei Jumbo-Auflieger, die bis zu 56 Paletten laden können, sowie Tandem- und Hängerzüge für 36 bzw. 38 Paletten. Diese übernehmen den kompletten Transport der Getränke von den Herstellern in das Logistikzentrum und anschließend in die einzelnen Märkte – täglich fährt jeder Laster im Schnitt zwei Touren. Weine und spezielle Einwegartikel liefern die Hersteller direkt an.

„Vorher haben wir die Märkte, die wir jetzt von hier aus beliefern, vom Verteilzentrum in Gernsheim bedient“, sagt Munke. Das bedeutete oft lange Anfahrten, insbesondere wenn die Tour über das stauanfällige Stuttgarter Kreuz führte. „Bis nach Konstanz brauchten wir oft mehr als vier Stunden“, erinnert sich der Betriebsleiter. Das kostete nicht nur Zeit, sondern auch viele Liter Diesel jährlich. „Wir waren somit auch nicht flexibel genug, bestimmte Verkaufsstellen schnell zu versorgen, wenn dort ein bestimmtes Getränk besonders häufig nachgefragt wurde“, beschreibt Munke die Situation. Mit dem neuen Standort sieht das Unternehmen aber auch dank der wirtschaftlich starken Region sowie der Nähe zur schweizerischen und französischen Grenze deutliche Entwicklungsmöglichkeiten. Und das ist wichtig für Fristo, denn der Händler möchte weiter wachsen und weitere Märkte in der Region eröffnen.

Mindesthaltbarkeitsdaten immer einhalten

Am Wareneingang liefern die Lkw die Getränke in Kisten verpackt und auf Paletten gestapelt an. Es fällt auf, dass der Anteil an Mehrweggebinden überdurchschnittlich hoch ist. „Wir legen sehr viel Wert auf den Umweltschutz“, sagt Munke. Nachhaltigkeit ist seit der Gründung fest in den Unternehmenszielen verankert. Darum unterstützt der Händler auch die Kampagne „Mehrweg ist Klimaschutz“ der Deutschen Umwelthilfe.
Damit die köstlichen Flüssigkeiten schnell bei den Kunden sind, hat Fristo an die Regaltechnik ganz besondere Anforderungen gestellt. „Wir wollten den vorhandenen Raum optimal nutzen und möglichst viel Ware auf möglichst wenig Platz lagern“, erklärt Munke. „Gleichzeitig gilt es, die Mindesthaltbarkeitsdaten (MHD) der Produkte stets einzuhalten.“ Mit der Regaltechnik sollte sich das FiFo-Prinzip einfach umsetzen lassen. Deshalb fiel die Entscheidung schnell auf Paletten-Durchlaufregale. „Diese Technik ist für uns alternativlos“, sagt der Betriebsleiter. Denn die Ladeeinheiten rücken selbstständig bei Entnahme durch den Gabelstapler nach. Damit steht immer die Ware ganz vorn, die auch zuerst konsumiert werden sollte. Und durch den ausreichenden Nachschub werden Leerzeiten beim Kommissionieren vermieden. Die kompakte Anordnung der Durchlaufkanäle neben- und übereinander führt zudem zu einer hohen Lagerdichte. Das Hallenvolumen lässt sich so optimal nutzen.
Geliefert und installiert wurde die komplette Regaltechnik von der Bito-Lagertechnik GmbH aus Meisenheim. „Wir hatten bereits im Verteilzentrum Rossau sehr gute Erfahrungen mit Anlagen des Komplettanbieters gemacht“, sagt Munke. Deshalb fiel dem Getränkehändler die Entscheidung für Bito auch sehr leicht. „Überzeugt hat uns die Qualität. In Sachsen haben wir die Regalanlagen schon seit mehr als zehn Jahren im Einsatz, ohne dass relevante Mängel aufgetreten wären“, betont der Betriebsleiter. In Zimmern realisierte Bito eine Paletten-Durchlaufregalanlage mit einer Kapazität von 4.504 Stellplätzen. Dazu kommen statische Regale für 1.708 Paletten. Darin sind Waren gelagert, die vom Umschlag unabhängig sind.

Kommissioniertunnel für Schnelldreher

Das besondere an der Durchlaufanlage sind die beiden Kommissioniertunnel für 1.664 Paletten. „Diese Variante kommt insbesondere für Schnelldreher zum Einsatz – also für Waren, die häufig umgeschlagen werden“, erklärt Bito-Gebietsverkaufsleiter Holger Graf, der das Projekt betreut hat. Direkt über dem Kommissionierbereich befindet sich das Nachschublager. Dort werden die Paletten in Durchlaufkanälen bevorratet. „Im Kommissionierbereich selbst werden die Waren auf Durchlaufebenen mehrfach tief bereitgestellt“, sagt Graf. Die Mitarbeiter haben einen permanenten Einzelzugriff auf alle Produkte. Denn durch die Rollen kommt der Nachschub automatisch zur Entnahmeposition. Somit können die Mitarbeiter mit der Durchlaufanlage in den Kommissioniertunneln sehr effizient auch verschiedene Getränkekisten von den Paletten entnehmen und diese Kisten dann zu Mischpaletten zusammenstellen. Bedient wird das Regal mit Staplern. Die Mitarbeiter können mit dieser Lösung Touren sehr schnell bereitstellen.
Um die Geschwindigkeit der Paletten in den Durchlaufkanälen zu kontrollieren, hat Bito in jedem Kanal Bremstragrollen sowie die innovativen Nachlaufsperren Flowstop montiert. „Diese ist auf der Entnahmeseite angebracht und trennt die zweite Palette von der ersten“, beschreibt Graf. „Der Mitarbeiter kann so die Palette mühelos aus dem Regal auslagern – ohne Staudruck der nachfolgenden Paletten.“ Die Nachlaufsperre separiert die Paletten zuverlässig und ist dazu noch wartungsfrei. Bito hat die Regalanlage zudem mit Rollenbahn- und Stützenschützer, Einsetztrichtern sowie Winkeltraversen in feuerverzinkter Ausführung ausgerüstet.

Sauberkeit sichergestellt

Auch wenn die Nachlaufsperre einen sanften Materialfluss ermöglicht: Die Gefahr besteht, dass durch unsachgemäße Handhabung immer mal wieder Flaschen zu Bruch gehen. Auf dem Boden befinden sich dann Scherben und die klebrige Flüssigkeit. Gerade in der Getränkeindustrie ist im Lager Sauberkeit besonders wichtig. „Deswegen haben wir die Durchlaufregale mit hochklappbaren Rollenbahnen ausgestattet“, sagt Graf. „Dadurch können Mitarbeiter den Boden einfach und schnell reinigen.“ Es entstehen auch keine Schäden an den Tragrollen durch zu Bruch gegangene Flaschen. Der Lagerbetrieb wird durch Verschmutzungen unter den Rollenbahnen nicht behindert.
Am Wareneingang nehmen die Mitarbeiter mit Doppelklammerstaplern jeweils zwei Paletten gleichzeitig von den Lkw und fahren sie zu den Regalen. Abhängig von der Umschlaghäufigkeit kommen die Getränke in die entsprechenden Kanäle. Schnelldreher, die an die Märkte als Ganzpalette geliefert werden, kommen direkt von außen auf die Durchlaufbänder in der Vollguthalle. Schnelldreher, die als Stapel zu den Märkten gelangen, transportiert der Stapler in die Kommissionierhalle und setzt sie dort in die Durchlaufkanäle oberhalb der Kommissioniertunnel. Die Langsamdreher kommen in die Palettenregale. Ganzpaletten entnehmen die Mitarbeiter mit Treibgasstaplern und setzen sie direkt am Warenausgang ab, der sich ebenfalls in der Vollguthalle befindet. Artikel, die Fristo kisten- oder stapelweise ausliefert, entnehmen die Mitarbeiter mit Kommissionier-Ameisen.

Besondere Stückgüter effizient lagern

Exklusive Artikel wie Weine werden nicht palettenweise, sondern in Kartons oder Kästen in unterschiedlichen Abmessungen und Gewichten angeliefert. Um sie effizient zu lagern und zu kommissionieren, montierte Bito ein Stückgut-Durchlaufregal-System (SDS) mit 120 Kanälen. „Hier lagern wir die Waren mit einem maximalen Gewicht bis zehn Kilogramm ein“, sagt Munke. Die Anlage wird von der einen Seite mit den Kartons bestückt. Diese rollen dann automatisch nach vorn, wo der Mitarbeiter die benötigten Kartons entnimmt. Kommissionierer und Warenbereitsteller können so ungestört voneinander arbeiten. Die Umsetzung des FiFo-Prinzips in dieser Anlage stellt zudem sicher, dass die zuerst eingelagerten Getränke und Süßwaren auch zuerst entnommen werden. Damit kann auch hier das Mindesthaltbarkeitsdatum sicher eingehalten werden. Die Mitarbeiter stellen die Aufträge mit Kommissionier-Ameisen zusammen.
„Um sämtliche Warenbewegungen zu organisieren, haben wir das Verteilzentrum mit einem computergestützten Warehouse-Management-System (WMS) ausgestattet“, erklärt der Betriebsleiter. Darin sind nicht nur alle Aufträge erfasst. Das System hat bspw. auch ein Stapler­leitsystem integriert. Die Mitarbeiter wissen immer, wo sich welcher Artikel gerade befindet und auf welcher Route sie die Waren am schnellsten kommissionieren können.

Was raus geht, kommt auch wieder rein

Alle Paletten, die das Verteilzentrum verlassen, kommen auch wieder zurück – mit Leergut. Meist müssen die Mitarbeiter die Leergut-Kästen noch kisten- oder stapelweise sortieren. Anschließend kommen sie in die Regale. Dafür hat Bito eine Durchlaufanlage für 648 Paletten realisiert. „Wenn wir zu den Lieferanten fahren, nehmen wir das entsprechende Leergut gleich mit“, sagt Munke. „Dadurch sind die Lkw immer ausgelastet und es entstehen keine Leerfahrten.“

Fazit

Vom neuen Verteilzentrum profitieren sowohl die Märkte als auch die Mitarbeiter. „Geht ein Artikel aufgrund der hohen Nachfrage montags im Markt aus, können wir die Verkaufsstelle nun schon ein, zwei Tage später, also noch vor dem Wochenende, beliefern“, sagt Munke. Und die Mitarbeiter? Die können nicht nur entspannter zu ihren Zielen fahren. Im Verteilzentrum ist auch die Kommissionierqualität sehr hoch, und das wird von der Belegschaft und natürlich von den Marktleitern sehr geschätzt. Mit der Zusammenarbeit mit Bito ist Betriebsleiter Munke sehr zufrieden. „Der Lagerspezialist hat uns nicht nur bei der Planung bestmöglich unterstützt. Wir haben jetzt eine Lösung, mit der wir unsere Ziele optimal erreichen können – eine rasche Tourenbereitstellung und eine schnelle Auslieferung."
 

Bittmann Oberstein
Bito steht für „Bittmann Oberstein“, denn an diesem Ort wurde das Unternehmen von der Familie Bittmann 1845 gegründet. 1991 erfolgte aus Platzgründen der Umzug in das benachbarte Meisenheim (Rheinland-Pfalz), dem heutigen Hauptsitz des Lagertechnik-Spezialisten. Im Jahr 2000 wurde ein weiterer Produktionsstandort in Lauterecken gegründet. Die Bito-Lagertechnik Bittmann GmbH ist ein international operierendes Industrieunternehmen im Bereich Lager- und Kommissioniertechnik mit über 900 Mitarbeitern, davon ca. 750 an den Standorten Meisenheim und Lauterecken. Das Unternehmen zählt zu den größten in der Region.
Durch seine innovative Produktpolitik gehört Bito zu den Marktführern in Europa. Auf einer Betriebsfläche von 140.000 m2 am Hauptsitz in Meisenheim und dem Zweigwerk in Lauterecken fertigt Bito mit modernsten Produktionsmethoden qualitativ hochwertige Lagersysteme – Regalsysteme, Kunststoff-Behälter und Betriebseinrichtungen an. Das Unternehmen entwickelt zudem gemeinsam mit den Kunden maßgeschneiderte Lagerkonzepte als Komplettlösungen. 

 

 

Kontaktieren

Bito Lagertechnik Bittmann GmbH
Obertor 29
55590 Meisenheim
Germany
Telefon: +49 6753 122 0
Telefax: +49 6753 122 399

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