California Custom Fruits & Flavors (CCFF) spart einen Produktionstag

Deacoms ERP-System steigerte die Effizienz derart, dass die Produktion bei CCFF an Samstagen eingestellt werden konnte

  • Abb. 1: CCFF produziert und liefert verarbeitete Früchte und Aromen u. a. an verschiedene Segmente der Lebensmittelindustrie.  © pexels-polina-tankilevitch-4443508Abb. 1: CCFF produziert und liefert verarbeitete Früchte und Aromen u. a. an verschiedene Segmente der Lebensmittelindustrie. © pexels-polina-tankilevitch-4443508
  • Abb. 1: CCFF produziert und liefert verarbeitete Früchte und Aromen u. a. an verschiedene Segmente der Lebensmittelindustrie.  © pexels-polina-tankilevitch-4443508
  • Abb. 2: Weltweite Lockdowns haben die  Verlagerung des Geschäfts hin zu Onlinebestellungen oder To-Go-Maßnahmen drastisch verstärkt.  © PhotoMIX Company von Pexels-230544
  • Scott Deakins, COO bei Deacom © Deacom
Weltweit wurden Supply Chains unterbrochen und stellten ganze Branchen vor große Herausforderungen. Insbesondere in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie mussten sich Unternehmen zunehmend an Preisschwankungen oder Mengenbeschränkungen anpassen, während andere gezwungen waren, zügig Omni-Channel- oder Multivendor-Strategien zu entwickeln. 
 
Mehr als ein Jahr ist seit dem Beginn der Pandemie vergangen und die digitale Transformation vieler Unternehmen hat sich – getrieben durch Covid-19 – rasant beschleunigt. Mehr als 85 % der befragten Unternehmen in einer durch den Digitalverband Bitkom in Auftrag gegebenen Umfrage sagen, die Digitalisierung habe in Unternehmen massiv an Bedeutung gewonnen.
 
Der E-Commerce wächst
Die weltweiten Lockdowns haben die ohnehin wachsende Nachfrage nach Omnichannel-Erlebnissen drastisch erhöht. Unternehmen, die noch nicht auf die Verwaltung mehrerer Vertriebskanäle vorbereitet waren, hatten es schwer, Schritt zu halten: Es ging darum, den Direktvertrieb aufrechtzuerhalten sowie die Verlagerung des Geschäfts hin zu Onlinebestellungen oder To-Go-Maßnahmen aufzubauen. Denn keine andere Branche hat im E-Commerce während der Corona-Pandemie so hohe Wachstumsraten wie der Lebensmittelhandel verzeichnet. Im dritten Quartal des Jahres 2020 lagen die Umsätze nach aktuellen Zahlen des Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel Deutschland um mehr als 50 % über dem Vorjahresniveau. 
 
Das Wachstum des E-Commerce setzte auch die Versandkanäle stärker unter Druck, was zu verzögerten Auslieferungen führte. Zudem waren Kunden nicht immer bereit, für vergleichsweise günstige Artikel hohe Versandkosten zu zahlen. Viele Lebensmittelanbieter waren daher gezwungen, alternative Versandlösungen zu finden oder diese Gebühren zu übernehmen – was gleichzeitig jedoch ihre Gewinne schmälerte. 
 
Darüber hinaus waren viele Versanddienstleister aufgrund der Menge an Paketen, die pro Tag aufgegeben wurden, überfordert oder schlichtweg oberhalb ihrer kapazitiven Grenze. Das verursachte längere Lieferzeiten und erschwerte insbesondere den Versand von Lebensmitteln, die zudem ob der Frische oder notwendigen Kühlung von Produkten an zuverlässige Dienstleister gebunden sind.

Um die Versandherausforderungen zu bewältigen, mussten einige Lebensmittelanbieter unterschiedliche Spediteure in ihr Versandnetzwerk integrieren, um die notwendige Flexibilität und Termintreue beizubehalten. 
 

Multi-Vendor-Strategien
Einige Anbieter aus dem Lebensmittelhandel haben die Resilienz ihrer Supply-Chain erfolgreich optimiert, indem sie ihre Beschaffungsstrategien überarbeitet haben: Ein hilfreicher Aspekt darunter war das Beziehen von Zutaten von mehreren Anbietern. Denn Lebensmittel- und Getränkehersteller mussten schnell auf Veränderungen des Angebots und der Nachfrage reagieren – insbesondere da Hersteller immer mehr Produkte lokal beziehen wollten. Laut einer Umfrage von Gartner sind lokale und regionale Lieferketten jedoch teurer, weil sie dem Ökosystem mehr Akteure und Komplexität hinzufügen. Allerdings ermöglichen sie auch eine bessere Kontrolle über den Warenbestand, bringen die Produkte näher an den Endverbraucher und sind ökologisch nachhaltiger in Hinblick auf Transportwege.
 
Nach Angaben von McKinsey macht der E-Commerce mittlerweile zehn bis 15 % der Gesamtausgaben im Lebensmittelhandel aus. Nach wie vor sehen sich viele Unternehmen der Lebensmittel- und Getränkeindustrie weiterhin Einschränkungen ausgesetzt: Das betrifft insbesondere die Aspekte unterschiedlicher Spediteure oder Versandkosten. Dadurch sind Anbieter gezwungen, ihre Omnichannel-Strategien mit mehreren Dienstleistern und Spediteuren zu integrieren. Moderne Technologien erleichtern es dabei den Unternehmen, einen nahtlosen Zugriff auf die unterschiedlichen Daten zu erhalten. 
 
Historische Daten können verwendet werden, um die Leistung, den Preis und die Qualität von Lieferanten zu analysieren, sodass Unternehmen ihre Beschaffungsstrategien effektiv überdenken und die Risiken einer Unterbrechung der Lieferkette minimieren können. Finanzdaten können genutzt werden, um die mit Materialien, Produktion und Versand verbundenen Kosten sowie die erzielten Margen zu bewerten. Das ist insbesondere dann wichtig, wenn Unternehmen ihre Produktpalette rationalisieren wollen oder ein alternatives Vorgehen vorab zahlenbasiert abwägen wollen.
 
Widerstandsfähige IT-Umgebung 
Besonders wichtig ist hier eine auf die speziellen Bedürfnisse der Kunden ausgerichtete Softwarelösung, die die unternehmensspezifischen Abläufe und Informationen, die ein Unternehmen benötigt, optimal unterstützt. Wie im Fall von California Custom Fruits & Flavors (CCFF) – das Unternehmen suchte nach einer geeigneten Softwarelösung, die den Materialfluss und das gesamte Handling im Unternehmen effizienter und noch widerstandsfähiger gegen Störungen der Supply-Chain macht. 
 
CCFF produziert und liefert verarbeitete Früchte und Aromen an verschiedene Segmente der Lebensmittelindustrie, darunter Hersteller von Joghurt und Speiseeis, industrielle Bäckereien, Getränkehersteller sowie Restaurant-, Dessert- und Kaffeeketten. Seit seiner Gründung 1986 ist CCFF stetig gewachsen, indem sich das Unternehmen auf innovative Aromen-Entwicklung und -Produktion konzentriert hat. Das Unternehmen benötigte eine neue ERP-Strategie: Es stand vor der Wahl, entweder weiter in das bestehende System zu investieren oder ein komplett neues zu implementieren. Nach eingehender Analyse stellte sich heraus, dass die bestehende ERP-Lösung mit der Entwicklung des Unternehmens nicht mithalten konnte: Es gab eine Reihe von Funktionen, die das alte System nicht bewältigen konnte. Die Kosten für Anpassungen wurden zu einer erheblichen Belastung für das Wachstum von CCFF.
 
Die größten Anforderungen, die CCFF an die Funktionalität eines neuen ERP-Systems stellte, lagen in der Rezepturverwaltung, der Bestandsermittlung und dem Finanzwesen. Idealerweise sollten diese Funktionen innerhalb eines Systems zusammengefasst werden, um die Gesamtleistung zu optimieren, die Transparenz zu erhöhen sowie kostspielige und aufwendige Integrationen zu vermeiden.
 
Die Wahl fiel auf das ERP-System von Deacom – insbesondere wegen der intuitiven Bedienerfreundlichkeit der Software und der Entwicklungsphilosophie, die darauf beruht, das System fortlaufend weiterzuentwickeln und gleichzeitig die Komplexität in Unternehmen zu verringern. Die konfigurierbare ERP-Lösung bot CCFF die Flexibilität, skalierbar zu sein und sich schnell an verändernde Regulationen anzupassen.
 
Durch die Implementierung des neuen ERP-Systems konnte CCFF die signifikantesten Optimierungen bei den Lager- und Produktionsabläufen verzeichnen: Als Resultat konnte ein deutlich effizienterer Produktions- und Materialfluss geschaffen werden, durch den bspw. die Produktion an Samstagen eingestellt und trotzdem mit der Nachfrage Schritt gehalten werden konnte.
 
Fazit
Die ERP-Lösung liefert alle Funktionalitäten aus einem System und arbeitet mit einer zentralen Datenbank. Sie ist in der Lage, eine optimale Leistung für alle Geschäftsbereiche zu liefern und dabei jederzeit so detailliert wie nötig Auskunft zu geben. Am stärksten war das in der Bestandsverwaltung zu erkennen, wo CCFF in Echtzeit einsehen kann, an welchem Punkt und in welchem Zustand sich die jeweiligen Produkte befinden und wie viel davon verfügbar ist. Das Unternehmen hat außerdem begonnen, neue Methoden einzusetzen, die schlankere Produktionsabläufe fördern. Darunter befindet sich unter anderem FIFO (First In, First Out), FEFO (First Expired, First Out) und eine inhärente Materialbedarfsplanung (MRP). Alle Daten sind für alle relevanten Abteilungen – wie den Einkauf, das Lager, die Buchhaltung und die Produktion – in Echtzeit verfügbar.
 

Der ERP-Hersteller
Deacom, Inc. ist der Hersteller von Deacom ERP, einer ganzheitlichen ERP-Lösung mit vielfältigen branchenspezifischen Funktionalitäten für Unternehmen in der Prozessindustrie. Deacoms ERP adressiert speziell die komplexen Herausforderungen von Herstellern aus der Batch- und Prozessindustrie. Die kontinuierliche kunden- und branchengetriebene Weiterentwicklung der Software von Deacom wird in einer Kernplattform zur Verfügung gestellt und deckt alle geschäftskritischen Funktionen des ERP ab. Kunden steigern damit ihre Effizienz und senken gleichzeitig die Gesamtkosten Ihrer ERP-Lösung. Deacom, Inc. hat seinen Hauptsitz in Chesterbrook, Pennsylvania (USA) mit Niederlassungen in Denver, Colorado (USA) und Frankfurt, Deutschland. 

Der Autor
Scott Deakins ist verantwortlich für die operativen Strategien von Deacom. Sein Aufgabenbereich umfasst die strategischen Planungen, das Wachstum und die Leistungserbringung von Unternehmen. Er ist begeistert von Unternehmenssoftware und glaubt an deren Fähigkeit, die Komplexität von Unternehmen zu vereinfachen und Innovationen zu fördern. Bevor er 2011 zu Deacom kam, arbeitet Scott für die Oracle-Beratung von Deloitte, wo er Blue-Chip-Unternehmen dabei half, ihre digitale Transformation zu beschleunigen und ihre geschäftlichen Herausforderungen zu bewältigen.

 

 

Autor(en)

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Deacom Europe GmbH
Hanauer Landstraße 126-128
60314 Frankfurt am Main

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