Moderne Inspektionsgeräte schaffen Lebensmittelsicherheit und Verbrauchervertrauen

  • Abb. 1: Die Bandsteuerung des VARICON+ ist flexibel mit einem Förderband-Stopp bei Metalldetektion oder mit einem anwendungsspezifischen Ausscheidesystem ausgestattet. (© Bizerba)Abb. 1: Die Bandsteuerung des VARICON+ ist flexibel mit einem Förderband-Stopp bei Metalldetektion oder mit einem anwendungsspezifischen Ausscheidesystem ausgestattet. (© Bizerba)
  • Abb. 1: Die Bandsteuerung des VARICON+ ist flexibel mit einem Förderband-Stopp bei Metalldetektion oder mit einem anwendungsspezifischen Ausscheidesystem ausgestattet. (© Bizerba)
  • Abb. 2: Das Röntgen-Inspektionssystem XRE-D findet selbst in aluminiumverpackten Produkten nicht-magnetische Edelstähle und Buntmetalle. (© Bizerba)
  • Abb. 3: Das Vision-Inspektionssystem PackSecure stellt die Unversehrtheit der Siegelnaht sicher und trägt automatisch zur vollständigen Rückverfolgbarkeit bei. (© Bizerba)

Die Lebensmittelbranche sieht sich mit einer Fülle strenger Vorgaben konfrontiert, die es in der Produktion zu beachten gilt. Dennoch kommt es in regelmäßigen Abständen zu ungewollten Zwischenfällen. Häufig sind daran Einschlüsse im Produkt, mangelhafte Verpackungen oder abgelaufene Waren schuld.

Vor allem im Bereich Fleisch- und Wurstwaren kann die Lebensmittelsicherheit dadurch stark gefährdet werden. Allen Vorsichts- und Kontrollmaßnahmen zum Trotz zählt die EU knapp 3.000 Lebensmittelrückrufe jährlich. Die Konsequenz: teils schwerwiegende finanzielle Einbußen oder Imageschäden für den Fabrikanten. Aus diesem Grund sind Lebensmittelhersteller auf ein lückenloses und fehlerfreies Qualitätsmanagement angewiesen – nur so lassen sich Fremdkörper, Fehletikettierungen und Mängel an der Verpackung zuverlässig aufspüren und beseitigen. Moderne Prozesse und Anlagen helfen, Unregelmäßigkeiten frühzeitig zu erkennen und durchgehende Lebensmittelsicherheit zu gewährleisten.

Befinden sich Fremdkörper wie etwa Plastik, Metall oder Glas im Produkt, kommt es zum sofortigen Produktionsstopp beziehungsweise Rückruf der gesamten Produktionslinie. Eine aufwändige Recherche ist nötig, Maschinen werden zerlegt und Prozesse bis ins kleinste Detail unter die Lupe genommen. Geschieht das nicht, laufen Hersteller Gefahr, einen der wichtigsten Erfolgsfaktoren im Lebensmittelhandel zu verlieren: das Vertrauen des Verbrauchers.

Oftmals ist eine Verunreinigung auf die Installation einer neuen Produktlinie oder den manuellen Transport einer Charge von einer Produktionsstätte zur anderen zurückzuführen – Vorgänge also, die sich nur in den seltensten Fällen ganz vermeiden lassen. Abweichungen müssen deshalb erkannt werden, noch bevor die betroffenen Waren den Hersteller verlassen. Einzig auf diese Weise lassen sich kostenintensive Rückrufaktionen und potenzielle Imageschäden vermeiden. Moderne und multifunktionale Inspektionssysteme wie Metalldetektoren oder Röntgengeräte, die am Ende der Produktionskette zum Einsatz kommen, bieten genau das.

Die Schlechten ins Töpfchen

Um zu vermeiden, dass mit Fremdkörpern verunreinigte Fleisch- oder Wurstwaren in den Handel geraten, kann zum Beispiel ein Metalldetektor am Ende der Prozesskette installiert werden.

Jedes Produkt hinterlässt beim Durchlauf durch einen solchen Detektor ein spezifisches Muster. Metalldetektionssysteme wie Varicon+ von Bizerba erzeugen ein elektrisches Feld, durch das diese Muster überprüft werden können. Treten dabei Abweichungen auf, liegt zumeist eine Verunreinigung vor und das betroffene Produkt wird sofort aussortiert. Doch nicht jeder Mangel oder Fremdkörper kann problemlos aufgespürt werden. Lebensmittel wie etwa in Aluminium verpackte Waren haben eine hohe Eigenleitfähigkeit und einen daraus resultierenden „hohen Produkteffekt“. Dadurch verringert sich die Detektionsgenauigkeit und kleinere Fremdkörper lassen sich nicht mehr prozesssicher erkennen. In speziellen Fällen, wie beim Transport von Fleischwaren in E2-Kisten, kann der Querschnitt eines Metallstücks sogar sieben Millimeter überschreiten, bevor die Verunreinigung registriert wird und das Gerät anschlägt.

Wichtig ist, was drinsteckt
Moderne Röntgengeräte schaffen hier Abhilfe und machen die innere Beschaffenheit von Lebensmitteln und Verpackungen sichtbar. Röntgen-Inspektionssysteme wie das XRE-D von Bizerba setzen zielgerichtet Strahlung frei, die ein Graubild erzeugt. Anhand dieses Bildes ist es möglich, Glas, Metall, Plastik, Stein oder Knochen aufzuspüren. Fremdkörper dieser Art haben eine von der Norm abweichende physikalische Dichte. Auf diese Weise heben sie sich von unbelasteten Produkten und Verpackungen ab und können aussortiert werden. Selbst von gläsernen oder metallischen Verpackungen wird der Röntgenstrahl nur geringfügig beeinträchtigt. Das ermöglicht die Kontrolle von Fleisch- und Wurstwaren in Gläsern und Konservendosen. Die Auswertung erfolgt dabei binnen Millisekunden. Dies ermöglicht eine Förderbandgeschwindigkeit von bis zu 60 Metern in der Minute und somit die Kontrolle von 200 Packungen in dieser Zeit. Hersteller können zudem bewusst verwendete Materialien und Metallteile wie etwa Aluclips an Poly-Clip-Beuteln von der Kontrolle ausschließen und die Inspektion gänzlich auf die individuellen Anforderungen ausrichten.

Brief und Siegel für Lebensmittel

Fremdkörper und Verunreinigungen sind jedoch nicht die einzigen Unzulänglichkeiten, die es zu beachten gilt. Speziell bei der Produktion von Fleisch- und Wurstwaren ist der Hersteller verpflichtet, einen fehlerfreien Verpackungs- und Verschlussprozess zu gewährleisten. Ist eine Verpackung bspw. aufgrund einer mangelhaften Versiegelung undicht, verdirbt das enthaltene Produkt deutlich schneller. Falls eine Maschine nicht einwandfrei gearbeitet und Produkte nicht ordnungsgemäß in der Verpackung platziert hat, können sich Fleischreste in der Siegelnaht befinden und versehentlich mitversiegelt werden.

Vision-Inspektionssysteme wie der Pack Secure von Bizerba überprüfen, ob eine Verpackung adäquat versiegelt ist und den strengen optischen Anforderungen genügt. Das Gerät ist in der Lage, Verunreinigungen in der Siegelnaht von Trays, Schlauchbeuteln oder Schalen bereits ab einer Größe von einem Quadratmillimeter aufspüren. Darüber hinaus erkennt das Inspektionsgerät Siegelnähte, Etiketten und Angaben auf der Ober- und Unterseite der Verpackungen und schleust fehlerhafte Packungen sowie mangelhafte Produkte noch vor dem Kartonieren aus.

Moderne Kontrollsysteme sind für eine lückenlose Lebensmittelsicherheits- und Risikoanalyse des Herstellers unabdingbar – unabhängig von der Art des potenziellen Mangels. Herstellungskosten lassen sich mit durchgängigen Systemlösungen reduzieren, weitreichende Rückrufaktionen und daraus resultierender Vertrauensverlust gegenüber Marke und Produkt verhindern.

In Verbindung mit optischen Kontrollgeräten sind fortschrittliche Metalldetektoren und Röntgengeräte in der Lage, fremdkörperfreie Produkte mit gleichmäßiger Optik und genormtem Gewicht zu produzieren. Fortschrittliche Lösungen für die Lebensmittelkontrolle ermöglichen es Fabrikanten, vielen Produktrückrufen vorzubeugen.

Das Resultat: mehr Umsätze, ein größeres Vertrauen des Verbrauchers in die Marke und Produkte des Herstellers und damit eine deutlich längere Kundenbindung.

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Bizerba SE & Co. KG
Wilhelm-Kraut-Straße 65
72336 Balingen
Telefon: +49 7233 12 2218

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