Viel Wirbel um den Durchfluss

Das Unternehmen ABB hat eine neue Geräteserie von Wirbeldurchflussmessern auf den Markt gebracht. Es handelt sich dabei um Geräte, die nach dem Drall- bzw. Vortex-Messprinzip arbeiten. Beide Serien ersetzen die bisherigen Trio-Wirl-Geräte. Aufbauend auf den grundsätzlichen Vorteilen der Drall-Durchflussmessung wie exakte und verlässliche Messung und die einfache Installation bieten sie zahlreiche Neuerungen.

Der Swirl Master kommt als Standard (FSS430) oder als eine erweiterte Version (FSS450) auf den Markt. Standardmäßig verfügt der FSS430 über einen analogen Ausgang mit Hart-Kommunikation. Ein grafisches Display (HMI), digitale Ausgänge, konfigurierbar als Puls-, Kontakt- und Frequenzausgang sowie einen integrierten Temperatursensor können als Option hinzugefügt werden. Die erweiterte Version bietet zusätzlich die Möglichkeit, Signale von anderen Messumformern wir Dichte, Temperatur, Druck über eine analoge 4 … 20 mA Schnittstelle einzulesen und zu verarbeiten und Funktionen, die sonst in Durchflussrechnern zu finden sind wie Dampf-Energie-Berechnung mit und ohne Kondensat-Rücklauf.

Auch beim Vortex Master gibt es eine günstige Einstiegsvariante FSV430 und die erweiterte Version FSV450 mit gleichen Funktionen. Beide Varianten sind auch in einer abgesetzten Bauform verfügbar mit einer Kabellänge von jetzt bis zu 30 m. Während das Messprinzip des Swirl Master auf einer Drallverwirbelung und der anschließenden Messung der damit einhergehenden Druckschwankungen im Medium beruht, werden beim Vortex Master die Turbulenzen innerhalb des Messmediums durch einen Störkörper erzeugt. Beide Serien besitzen einen Piezosensor mit mehreren Elementen, zur Registrierung einerseits der Messsignale, andererseits von Rohrvibrationen, mit denen das Messsignal kompensiert wird. Der Messumformer bei beiden Serien ist identisch. Die Geräte weisen eine deutlich verbesserte Sensor-Reaktionszeit auf. Die Ansprechzeit bei einer Änderung des Durchflusses reduziert sich von etwa 3–6 s auf nur noch rund 1 s. Gleichzeitig erweitern sich die Messbereiche in Abhängigkeit vom Durchmesser deutlich.

Zudem verfügen beide Gerätetypen über erweiterte Diagnose- und Verifikationsfunktionen.

Auf der einen Seite führt diese Online-Systemüberwachung regelmäßige Selbstkontrollen am Durchfluss- und Temperatursensor durch und überwacht den Datenspeicher sowie die Elektronik. Auf der anderen Seite wird, wenn das Gerät außerhalb seiner Spezifikationen betrieben wird, die Temperatur im Gehäuseinneren überprüft und vor Überhitzung gewarnt. Alle Diagnose-Statusmeldungen erfolgen nach der Namur-Richtlinie 107. Ein weiterer Vorteil gegenüber anderen Messprinzipien ist die einfache Installation. In Kombination mit anderen Messinstrumenten lassen sich so einfache, kostengünstige und robuste Installationen zur Messung von Massen- oder Energieströmen realisieren.

 

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