Das Kapital im 21. Jahrhundert

Dieses Buch wird die Ökonomie verändern und mit ihr die ganze Welt.", sagt Nobelpreisträger Paul Krugman und die Süddeutsche Zeitung schrieb: "Eine brillante Erzählung über Reichtum und Armut". Wohl noch nie hat ein französischer Wirtschaftsprofessor international für so großes Aufsehen gesorgt: Übersetzungen in 30 Sprachen, von Brasilien bis Korea, Spitzenplätze auf den Bestsellerlisten in vielen Ländern sowie heftige Debatten nicht nur in Wirtschaftskreisen, sondern auch unter Intellektuellen, Politikern und der breiten Öffentlichkeit führten zu einem globalen Erfolg.

Der französische Wissenschaftler Thomas Piketty ist der neue Superstar am Ökonomen-Himmel. Seine breit angelegte Studie über das Kapital im 21. Jahrhundert wird gefeiert wie kein anderes Sachbuch der vergangenen Jahren. Die Medien reißen sich um den 43-jährigen Wissenschaftler, der an der Paris School of Economics lehrt. Die Financial Times nannte ihn den "Rockstar" unter den Ökonomen, das Wirtschaftsmagazin Business Week sprach von "Pikettymania“.

Zweifellos hat Piketty mit seinem Buch den Nerv der Zeit getroffen und weltweit eine Debatte über die Verteilung des Reichtums ausgelöst. Denn die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich, die er in seinem Werk über drei Jahrhunderte für viele Länder statistisch belegt, beherrscht nicht erst seit der Finanzkrise den gesellschaftlichen Diskurs.

Sein Thema ist die Ungleichheit, über die er seit zwei Jahrzehnten forscht. Mit 22 Jahren schrieb der 1971 im Pariser Vorort Clichy geborene Piketty seine Doktorarbeit zur Verteilung des Wohlstands in Frankreich, die zur besten des Jahres 1993 in Frankreich gekürt wurde. Zwischen 1993 und 1995 lehrte er in den USA am prestigereichen Massachussetts Institute of Technology (MIT). Seit 2000 unterrichtet Piketty in der École des Hautes Études en Sciences Sociales in Paris und gehörte 2006 zu den Gründern der Pariser School of Economics, an der er bis heute lehrt und forscht.

In Zusammenarbeit mit anderen Wirtschaftswissenschaftlern aus der ganzen Welt hat es sich Piketty zur Aufgabe gemacht, alle verfügbaren Daten über die Ungleichheiten im Bereich der Reichtümer und Einkommen in mehr als 20 Ländern zu sammeln und auszuwerten, vom 18.

Jahrhundert bis in die Gegenwart. Sein über achthundert Seiten starkes Buch „Das Kapital im 21. Jahrhundert“ ist das Ergebnis dieser langjährigen Datenrecherche und erklärt die Geschichte von Einkommen und Kapital auf neue Weise. "Ich wollte in dieses Buch all das einbringen, was ich in 15 Jahren über Geld gelernt habe, und mich dafür so weit wie möglich auch von den rein technischen Aspekten lösen, damit es sich wie ein Roman liest“, erklärt Piketty in Neues Deutschland. Gekonnt untermalt der Ökonom seine Recherchen durch unzählige Verweise auf Geschichte, Literatur, Soziologie und Politologie und definiert die Mittel der Wirtschaftswissenschaften damit auf neue Weise.

"Das Ergebnis ist ein Werk von historischer Tiefe mit einem noch nie zusammengetragenen Faktenreichtum“, urteilte Die Welt enthusiastisch. Anhand seiner umfangreichen Datensammlung weist Piketty nach, dass sich die gesellschaftliche Ungleichheit verstärkt, wenn Profite und Einkommen größer sind als das Wachstum der Wirtschaft. In der derzeitigen Kapitalkonzentration in der Hand von wenigen, die sich weiter verstärken wird, sieht Piketty ein fundamentales Problem unserer Gesellschaft und eine Gefahr für die Demokratien. Um dem zu begegnen, schlägt er eine international abgestimmte Vermögenssteuer vor.

In den USA wurden Pikettys Thesen seit dem Erscheinen der englischen Ausgabe im Frühjahr 2014 besonders heftig diskutiert, nicht zuletzt weil das Phänomen der wachsenden Ungleichheit dort besonders stark ausgeprägt ist. Die Stimmen führender US-Wirtschaftsexperten wie Joseph Stiglitz und Kenneth Galbraith sowie das euphorische Urteil von Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman haben entscheidend zum Riesenerfolg von Piketty in den Vereinigten Staaten beigetragen. Er war Gast im Weißen Haus und sprach mit Finanzminister Jacob Lew und Wirtschaftsberatern von Barack Obama ebenso wie vor dem IWF und den Vereinten Nationen.

Mittlerweile ist die "Pikettymania“ ein weltweites Phänomen und bestimmt die Debatten einer breiten Öffentlichkeit. Denn nicht nur Politiker und Ökonomen, auch der interessierte Laie gewinnt mit der Lektüre von Pikettys Werk fundamentale Erkenntnisse über eine der wichtigsten ökonomischen Fragen unserer Zeit. Es ist unbestreitbar, dass der französische Wissenschaftler mit „Das Kapital im 21. Jahrhundert“ den Diskurs über Ungleichheit maßgebend transformiert hat. Über dieses Buch wird noch lange zu diskutieren sein.

 

Kontaktieren

Jetzt registrieren!

Die neusten Informationen direkt per Newsletter.

To prevent automated spam submissions leave this field empty.