25.07.2019
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Antibiotikaeinsatz bei Nutztieren weiter rückläufig

  • Der Einsatz von Antibiotika in der Nutztierhaltung ist weiterhin rückläufig. ©RubyMirriam Der Einsatz von Antibiotika in der Nutztierhaltung ist weiterhin rückläufig. ©RubyMirriam

Der Einsatz von Antibiotika in der Nutztierhaltung ist weiterhin rückläufig. Dies belegen die Zahlen des aktuellen Statusberichts zum Antibiotikaeinsatz in der Nutztierhaltung der QS Qualität und Sicherheit GmbH. Zwischen 2014 und 2018 sank die im QS-System erfasste Abgabe von Antibiotika in der Nutztierhaltung um insgesamt 253,2 t. Dies entspricht einer Reduktion von 35,7%. Das QS-Monitoring deckt 95% der Schweine- und Geflügelfleischproduktion in Deutschland ab. Seit der Einführung des QS Antibiotikamonitorings 2012 wertet QS die Daten von über 2.300 Tierärzten aus. Das sind mehr als 4,1 Mio. Behandlungsbelege im erfassten Zeitraum.

Auch kritische Antibiotika, sogenannte Reserveantibiotika, die für die Humanmedizin von großer Bedeutung sind, kommen deutlich seltener in den Ställen der QS-zertifizierten Betriebe zum Einsatz. Hier sank die verabreichte Menge um 46,7%. Diese Zahlen verdeutlichen, dass von Tierhaltern und Tierärzten ergriffenen Maßnahmen zur Antibiotikareduktion greifen. „Vor dem Hintergrund möglicher Resistenzbildungen, welche zu einer Unwirksamkeit besonders wichtiger Antibiotika in der Humanmedizin führen könnten, stehen diese kritischen Antibiotika bei QS unter ganz besonderer Beobachtung. Wir haben den Anspruch mit unserer Datenerfassung Tierhalter und Tierärzte beim sinn-vollen und im Sinne des Tierwohls sensiblen und restriktiven Einsatz von Antibiotika zu unterstützen.", so Dr. Hermann-Josef Nienhoff, Geschäftsführer der QS Qualität und Sicherheit GmbH zur Veröffentlichung der 2. Ausgabe des Statusberichts zum Antibiotikamonitoring. „Deshalb erhalten Tierhalter und Tierärzte einen separaten Therapieindex nur für den Einsatz von kritischen Antibiotika.“

Innerhalb der Schweinehaltung reduzierte sich die verabreichte Antibiotikamenge sogar um 41,9%.

Dieses Ergebnis ist besonders erfreulich, da die Reduktion in der Mast und Ferkelaufzucht nicht zu Lasten der Sauen und Saugferkel geht: Auch Betriebe mit Ferkelerzeugung verringerten ihre Antibiotikagabe um 7,9%. Die Geflügelhalter konnten ebenfalls 18,8% weniger Antibiotika verabreichen und setzen damit ihre positive Entwicklung über alle Wirkstoffgruppen hinweg fort. Den vollständige „2. Statusbericht zum Antibiotikamonitoring im QS-System“ kann auf der QS-Webseite ansehen und heruntergeladen werden.

 

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