Kenzeichnung von Bluhm Systeme für Brot und Backwaren

Softwaregesteuerte Kennzeichnung – selbst durch Folien

  • Abb. 1: Die bereits auf der Palette eingestretchten Packstücke werden nachträglich mit einem Laser durch die Stretchfolie hindurch beschrieben.  Abb. 1: Die bereits auf der Palette eingestretchten Packstücke werden nachträglich mit einem Laser durch die Stretchfolie hindurch beschrieben.
  • Abb. 1: Die bereits auf der Palette eingestretchten Packstücke werden nachträglich mit einem Laser durch die Stretchfolie hindurch beschrieben.
  • Abb. 2: Ein Palettenetikettierer mit patentierter Schwenkarmtechnologie etikettiert die durchlaufenden Paletten auf zwei angrenzenden Palettenseiten nach GS1 Standards.
  • Abb. 3:  Die Schlauchbeutel werden mit Linx-TT-Druckern bedruckt. Diese bringen kontinuierlich oder getaktet auch umfangreichere Informationen auf die Folien-Verpackungen.

280.000 Brötchen werden im Werk eines führenden Brot- und Backwarenproduzenten gebacken. Hinzu kommen Toasts, Grau- und Körner-Brote, Fladenbrote und Pizza. Das alles muss verpackt und mit Produkt-, Chargen- und Haltbarkeitsinformationen versehen werden. Das Unternehmen vertraut dabei auf die Kennzeichnungstechnologie von Bluhm Systeme aus Rheinbreitbach. Zum Einsatz kommen unter anderem Etikettenspender, Thermotransferdirektdrucker und Laserkennzeichner, die sogar durch Folie hindurch direkt auf Karton drucken. Der Clou dabei ist aber: Alle Kennzeichnungsaktivitäten werden gesteuert und mit Informationen aus dem Unternehmensnetzwerk versorgt mit „Bluhmware“.

„Dank der ausgeklügelten Bluhmware schaffen wir auch die aufwändigsten  Kennzeichnungsaufgaben spielend“, lobt der Betriebstechnikleiter die für das Werk entwickelte Software-Lösung. Von einem Rechner aus, der mit der übergeordneten Betriebssteuerungssoftware vernetzt ist, können alle angeschlossenen Kennzeichnungssysteme gleichermaßen mit Daten versorgt und ihr Status abgefragt werden. Dank der internen Druckersprache ZPL lassen sich in dieser Zusammenstellung sogar Geräte von Fremdherstellen mit einbinden, sofern sie ZPL „verstehen“. Der Vorteil der Buhmware für den Backproduzenten liegt auf der Hand: Egal an welcher Arbeitsstation ein Mitarbeiter wichtige Produktinformationen in die Prozess-Software eingibt, die Bluhmware erfährt davon und aktualisiert ihre Druck-Daten.

„Brot ist Leben“ lautet ein bekannter Sinnspruch. Das Unternehmen ist einer der größten deutschen Hersteller dieses Lebensmittels. Die Brote des Konzerns finden sich in Backshops, Supermärkten, Tankstellen und an vielen weiteren Orten. Für ein so weit verbreitetes Produkt ist die zuverlässige Produktkennzeichnung unverzichtbar, um im Fall der Fälle bestimmte Chargen schnell zurückverfolgen zu können.

Auf Kante gedruckt

In der Brötchen-Produktion leistet ein Thermotransferdirektdrucker Linx TT10 die wichtige Kennzeichnungsarbeit. Dieser Thermotransferdirektdrucker ist besonders für den Einsatz in der sensiblen Lebensmittel- und Pharmaindustrie geeignet und kann flexible Folienverpackungen und auch Etiketten direkt bedrucken.

Im konkreten Fall  versieht er ohne den Zwischenschritt über ein Etikett die Schlauchbeutel für die Brötchen mit allen nötigen Produktinformationen wie Texten, Logos, Grafiken und Barcodes. Das Druckbild kann bis zu 75 mal 107 mm groß sein.
Die Linx TT nutzen die „Corner-Edge“-Drucktechnik. Der Thermo-Druckkopf wird in einem Winkel von etwa 30° zur Folie montiert. Die eigentliche Thermo-Druckleiste ist direkt an der Ecke des Druckkopfes angebracht. Dadurch können besonders kleine und feine Details sehr gut gedruckt werden. Je nach Arbeitsweise der Schlauchbeutelmaschinen können die Linx TT im kontinuierlichen wie auch im getakteten Betrieb laufen – und zwar mit einer Bandgeschwindigkeit von bis zu 80 cm pro Sekunde. Im einen Fall hebt und senkt sich der Druckkopf von der Folie, um die Information zu schreiben. Bei der getakteten Anwendung wird er über der Folie hin und her gefahren.

Frisch gedruckte Etiketten fliegen durch die Luft

Die  Verpackungsabteilung ist der Einsatzort für verschiedene Legi-Air-Etikettendruckspender von Bluhm Systeme. Brötchen-Versandkartons erhalten ihr Versandetikett von einem Etikettendruckspender Legi-Air 4050E mit Zebra-Druckmodul. Inhalt und Adressat der Sendung werden der Bluhmware über das Firmen-Netzwerk mitgeteilt und an das Druckmodul übergeben. Eilt ein neuer Karton heran, beginnt der Etikettendruck. Per Lichtschrankensignal wird dann das Etikettieren nach dem Tamp-Blow-Verfahren gestartet. Der Spende-Stempel fährt aus und schwenkt um 90°. Per Unterdruck fixiert der Stempel das Etikett, bis es an der richtigen Position ist. Dann wird es per Luftstoß berührungslos auf den Karton aufgeblasen.
Tamp Blow ist ein Verfahren zum Applizieren von Etiketten mit den Legi-Air-Etikettendruckspendern. Berührungsloses Etikettieren bei hoher Geschwindigkeit leistet auch das Blow-Box-Verfahren, das auf den Spende-Stempel verzichtet. Bluhm Systeme bietet aber auch Applikatoren zum Aufstempeln und Aufwischen an. Zur Konfiguration der Etikettiersysteme findet sich die Legitronic-Labeling-Software im Portfolio von Bluhm Systeme.
Am Eingang zum Tieftemperaturlager verrichtet ein weiterer Legi-Air-Etikettendruckspender seine Arbeit. Es ist ein Paletten-Etikettierer Legi-Air 4050P in einem eigenen Schutzgehäuse. Dieses Modell wird von Bluhm Systeme speziell für Etikettieraufgaben an Paletten angeboten. Der Legi-Air 4050P kann bis zu 60 Paletten pro Stunde etikettieren, ohne dass die Paletten stehen bleiben müssen. Die Druckgeschwindigkeit beträgt bis zu 40 cm pro Sekunde. Der Spende-Stempel des Paletten-Etikettierers kann Etiketten in einer Maximalgröße von 16 mal 27 cm aufbringen.

Gleich zwei Etiketten präzise auf die Palette positionieren

Die besondere Herausforderung für den Paletten-Etikettierer bei der Großbäckerei liegt darin, dass er gleich zwei Etiketten auf die Paletten an zwei verschiedene Positionen applizieren soll, die den GS1-Standards entsprechen. Der Legi-Air 4050 P löst diese Aufgabe, indem beim Herannahen der Palette das erste Etikett gedruckt und an den Spende-Stempel übergeben wird. Das Startsignal erhält der Etikettierer durch eine Fotozelle, welche die richtige Position der Palette überprüft. Sofort fährt der Spende-Arm aus und bläst das Etikett auf die Seite der Palette. Gleich danach wird das zweite Etikett gedruckt und auf den Spende-Arm übertragen, sobald dieser die Ausgangsposition wieder erreicht hat. Wieder wird der Spende-Arm zunächst linear nach vorn fahren. Dann schwenkt er allerdings um 90° zur Seite. Und schon kann auch die Rückseite der Palette etikettiert werden – 50 mm von den Ecken und mindestens 50 cm vom Paletten-Fuß entfernt – genau wie es die GS1 vorschreibt.

Für den Paletten-Etikettierer haben die Bluhm-Spezialisten außerdem ein besonderes Sicherheits-Feature entwickelt. Bricht die Energieversorgung für das System zusammen, solang der Spende-Arm noch ausgefahren ist, würde eine vom Transportband vorbeigeschleuste Palette verheerende Schäden verursachen. Diese Gefahr bannten die Ingenieure, indem sie direkt an den Schwenk-Arm eine diagonale Strebe montierten. Sie sorgt nun  im Fall der Fälle dafür, dass die Palette den Schwenk-Arm rein mechanisch sanft zur Seite schiebt.

Zielsicherer Lichtstrahl trifft durch die Folie direkt den Karton

Abschließend geht es am Tiefkühllager noch einmal heiß her. Jeder einzelne Karton auf jeder mit Stretchfolie eingewickelten Palette muss vor dem Versand noch mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum versehen werden. Um an dieser Stelle nicht die Palette entpacken zu müssen, kommen zwei Laserkennzeichner E-Solarmark 30 Watt zum Einsatz. Beide Geräte wurden an eine vertikale Verfahrachse montiert. Fährt eine Palette mit aufgestapelten Kartons unterschiedlicher Größe an ihnen vorbei, fahren sie von oben nach unten an der Palette entlang und bringen alle 110 mm eine Haltbarkeitskennzeichnung direkt auf den Karton auf. Der Druck-Abstand wurde so ausgetüftelt, dass selbst bei unterschiedlichen Karton-Größen garantiert auf jedem Karton mindestens eine komplette Markierung landet.

Die E-Solarmark-Laser kennzeichnen durch Plastikfolie hindurch. Die Bluhm-Laserbeschrifter lassen sich so einstellen, dass Laserlicht und Wellenlänge durch Plastik zerstörungsfrei – die Folie behält die Stabilität – hindurchgehen und die dahinter liegende Pappe zielsicher treffen und dort die Markierung hinterlassen. Da Laser stark gebündeltes Licht abgeben, entsteht beim Laserkennzeichnen punktuell viel Hitze. Um etwaigen Bränden vorzubeugen, fährt direkt hinter der Laserröhre eine Gummiwalze über den Karton. Eine mögliche Flamme würde somit sprichwörtlich im Keim erstickt. Nach dieser „heißen Nummer“ geht es für die Paletten dann auf die Straße. 80 Lkw pro Tag warten darauf, die Backwaren in die verschiedenen Verkaufsstellen zu.

Kontaktieren

Bluhm Systeme GmbH
Maarweg 33
53619 Rheinbreitbach
Germany
Telefon: +49 2224 7708 660

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