Innovative Big-Bag Abfüllung für die Milchindustrie

Semi-automatisches Handling: sauerstoffreduziert und bodenfrei

  • Abb.1: Hängende Big-Bag Befüllung.Abb.1: Hängende Big-Bag Befüllung.
  • Abb.1: Hängende Big-Bag Befüllung.
  • Abb.2: Ergonomische Aufhängung, hygienische Andockung inklusive Schweißvorrichtung.
  • Abb.3: Post-Gassing von Big-Bags nach der Abfüllung.

Im Jahre 2015 fällt die Milchquotenregelung. Hinzu kommen die Milchskandale in China sowie die aufstrebenden Märkte in Südostasien. Dies führt zu einem enormen Ausbau von Milchpulverkapazitäten im europäischen Raum. Die besondere Herausforderung ist dabei, dass auf Sprühturm-Trocknungsanlagen immer mehr agglomeriertes Milchpulver hergestellt wird, teilweise mit Anlagenleistungen über 8 t / h.

Hygienische Big-Bag Befüllung

Bei der Abfüllung dieser Mengen müssen mehrere Anforderungen miteinander in Einklang gebracht werden. Zum einen soll das agglomerierte Pulver möglichst zerstörungsfrei abgefüllt werden. Zum anderen will man aus Flexibilitätsgründen das sprühgetrocknete Pulver in Großsilos zwischenlagern. Ein weiterer, nicht minder wichtiger Aspekt ist der Anlagenbetrieb bei einem Störfall im Abfüllbereich. Wohin mit den kontinuierlich anfallenden Mengen aus dem Sprühturm? All diese Aspekte müssen bei der Planung einer Anlage berücksichtigt werden. Da ein großer Teil dieser Produkte Richtung Asien exportiert wird, wird eine erhebliche Menge davon in Big-Bags abgefüllt. Um die Haltbarkeit des Produktes über den langen Transportweg zu gewährleisten, müssen höchste hygienische Ansprüche an die Abfüllanlage gestellt werden. Eine Trennung zwischen High Care für den Abfüllbereich und Low Care für den Abtransport der befüllten Big-Bags ist dabei unerlässlich. Zudem wird dem Milchpulver der Restsauerstoff entzogen und der Big-Bag mit Stickstoff aufgefüllt. AZO hat speziell für die hygienische Big-Bag Befüllung geeignete Anlagenkonzepte entwickelt.

Erhöhung der Haltbarkeit des Produktes bei der Abfüllung

Sobald der Big-Bag das gewünschte Sollgewicht erreicht hat, stoppt nach der Grob-/ Feindosierung die Befüllung. Um die Big-Bags zuverlässig gasdicht zu verschließen, wird der Einfüllstutzen mit bis zu drei Schweißnähten verschlossen. Damit ist der Big-Bag im High- Care-Bereich gefüllt und verschlossen. Zum weiteren Transport wird außerhalb der Hygieneschleuse, im Low-Care-Bereich, eine Palette automatisch vom Depalettierer entnommen und mit einer Kartonauflage versehen. Nach dem Öffnen des äußeren Tors gelangt die Palette über eine Rollenbahn in die Hygieneschleuse.

Nach dem Schließen des äußeren Tors, öffnet sich das innere Tor zum High-Care- Bereich und der hängende Big-Bag wird in die Schleuse gefahren. Die Palette wird angehoben bis zur Unterkante des Big-Bag, die Schlaufenbefestigungen automatisch gelöst und die Befestigungstraverse wieder aus der Hygieneschleuse heraus, zurück an die Big-Bag Befüllstation gefahren. Danach wird das innere Tor geschlossen und das äußere geöffnet und der Big-Bag stehend auf der Palette über eine Rollenbahn aus der Hygieneschleuse herausgefahren. Nun ist der befüllte Big-Bag für den weiteren Abtransport mittels Stapler oder Rollenbahn bereit.

Inertisierung bzw. Sauerstoffreduzierung

Soll das Milchpulver zusätzlich länger haltbar sein, wird dies über eine Sauerstoffreduzierung im Big-Bag erreicht. Hierbei sollte der Restsauerstoff bei ca. 2 – 3% liegen. Um dies zu erreichen, gibt es im Wesentlichen die zwei Verfahren: Pre- und Post-Gassing.

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