IT-Lösungen von Quintiq bieten über alle Stufen der Supply Chain Transparenz für den Markterfolg der Fleischwirtschaft

Wie viele Tiere wurden geliefert? Wie sind Fleischqualität und Lagerbestand? Welche Kühllagerkapazitäten sind vorhanden?

  • Abb. 1: Während die Fleischwirtschaft die Transparenz nach außen zunehmend umsetzt, wird von vielen Unternehmen die Transparenz nach innen noch stiefmütterlich behandelt. Moderne IT-Planungslösungen schaffen die notwendige Prozesstransparenz. © urbancowAbb. 1: Während die Fleischwirtschaft die Transparenz nach außen zunehmend umsetzt, wird von vielen Unternehmen die Transparenz nach innen noch stiefmütterlich behandelt. Moderne IT-Planungslösungen schaffen die notwendige Prozesstransparenz. © urbancow
  • Abb. 1: Während die Fleischwirtschaft die Transparenz nach außen zunehmend umsetzt, wird von vielen Unternehmen die Transparenz nach innen noch stiefmütterlich behandelt. Moderne IT-Planungslösungen schaffen die notwendige Prozesstransparenz. © urbancow
  • Abb. 2: Koen Jacobs, Director Manufacturing bei Quintiq. © Zuiver Beeld Fotografie

Diverse Skandale haben den Ruf nach einer lückenlosen Verfolgbarkeit von Fleischwaren verstärkt. Hinzu kam ein Mix aus Wettbewerbsdruck, Preisverfall und geändertem Konsumverhalten. Darauf muss die Fleischwirtschaft, einer der größten Zweige der deutschen Ernährungsindustrie, reagieren. Doch während Transparenz nach außen zunehmend umgesetzt wird, wird von vielen Unternehmen die Transparenz nach innen oft stiefmütterlich behandelt. Dabei schaffen gerade moderne IT-Planungslösungen die notwendige Sichtbarkeit aller Prozesse – ein entscheidender Faktor für den Markterfolg.

Anspruch der Verbraucher steigt

Seit Jahren kann die hiesige Fleischindustrie keine signifikanten Wachstumsraten mehr verzeichnen, in einzelnen Segmenten sinkt der Fleischkonsum sogar. Die Gründe dafür sind vielfältig: Zum einen sind es unstrittig die Fleischskandale der vergangenen Jahre, zum anderen gibt es aber ein stärkeres Bewusstsein für das Tierwohl und den zunehmenden Trend zu vegetarischer beziehungsweise veganer Lebensweise. Diesen Umsatzrückgang konnten bisher die steigenden Exporte vor allem in asiatische Märkte ausgleichen.

Aber der Verbrauchermarkt in Deutschland wird noch sensibler. Immer mehr Konsumenten wollen lückenlos rückverfolgen können, wo ihr Fleisch herkommt und ob das Tier artgerecht aufgezogen wurde. Zugleich steigt die Nachfrage nach immer neuen Sorten, Rezepturen und Convenience- Produkten – kurzum: das Sortiment muss vielfältiger werden. Und all das möglichst zu Discounterpreisen, weil der Fleischabsatz in Deutschland durch die großen Billigketten geprägt wird. In der Konsequenz sinken die Margen in der fleischverarbeitenden Industrie immer weiter.

Das Digitale lahmt

Es ist aber nicht nur die Diversifizierung der Kundenanforderungen, die neue Prozesse und Strukturen in der fleischverarbeitenden Industrie erfordern. Auch die zunehmende Globalisierung und steigende Rohstoffpreise erzeugen Druck auf die Unternehmen, nach Optimierungspotential entlang der Supply Chain zu suchen. Die digitale Transformation setzt sich in der Branche aber nur langsam durch.

Zwar kommen punktuell bereits IT-Lösungen zum Einsatz, bspw.

zur Auszeichnung der Produkte mit den rechtlich vorgeschriebenen Angaben wie Herkunft, Schlachtort oder Chargennummer sowie zur Kosten- und Prozessoptimierung in der Produktion. Aber von integrierten, abteilungsübergreifenden Systemen sind die meisten Unternehmen noch weit entfernt. Dabei ist dies gerade in der Fleischindustrie wichtig, denn die unterschiedlichen Prozesse wie die Schlachtung, Zerlegung oder Weiterverarbeitung des Fleisches erfolgen oft auch räumlich getrennt.

System behindert System

Die Planungsherausforderungen sind hoch komplex. Im Unternehmen existieren oft mehrere Parallelwelten mit eigenen Aufgabenfeldern, Planungshorizonten, Prioritäten und Zielvorgaben. In der Regel arbeiten diese auch getrennt voneinander – mit verschiedenen Systemen und Prozessen und teils sogar unterschiedlichen Datensätzen. Müssen Daten manuell von System zu System übertragen werden oder erfolgt die Kommunikation lediglich telefonisch oder per E-Mail, sind Brüche in der Lieferkette programmiert, Engpässe und Ineffizienzen drohen.

Zudem gibt es meist weder ein einheitliches Verständnis der sogenannten Key Performance Indikatoren (KPI) noch Simulationsmöglichkeiten, mit denen unmittelbar klar wird, welchen Einfluss einzelne Entscheidungen auf den gesamten Prozess, auf das gesamte Unternehmen haben können. Dabei fehlt für manuelle Berechnungen nicht nur der Überblick, sondern vor allem die Zeit. Denn die Entscheidung, ob eine Bestellanfrage angenommen werden kann, muss kurzfristig erfolgen.

Planungshorizonte eines Unternehmens

Planung erfolgt an vielen Stationen: Während das Management eines Betriebs hauptsächlich die KPIs im Blick hat, zählen für den Vertrieb Verkaufszahlen, Auftragserfüllung und zufriedene Kunden. Die Produktion achtet derweil auf die bestmögliche Zerlegung der Tiere sowie auf eine hohe Kapazitätsauslastung inklusive der passenden Einsatzplanung der Facharbeiter. Bei der fleischverarbeitenden Industrie kommt die richtige Lagerhaltung unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Haltbarkeit von Produkten hinzu. Und für die Logistik schließlich liegt der Fokus auf optimierten Lieferrouten.

Entscheidungen jedoch, die in klassischen Kommunikations- und Datensilos getroffen werden, können unterm Strich zu einer Gefahr für die wirtschaftliche Umsetzung von Aufträgen und das Erreichen der Unternehmensziele werden. Oft ist es nicht der einzelne Mitarbeiter, an dem das System scheitert, sondern eine ungenügende Prozessintegration und falsch verstandene Transparenz.

Vertriebsmitarbeiter haben es schwer

Die erste Herausforderung ohne integriertes Planungssystem: Bei jeder Kundenanfrage muss der Vertriebsmitarbeiter aufwändig bei allen Abteilungen in Erfahrung bringen, ob z. B. genug Tiere geliefert werden können, um die bestellten Fleischstücke zu erhalten, und ob genug Kapazitäten zur Produktion sowie bei Bedarf zur Weiterverarbeitung und (Kühl-)Lagerung vorhanden sind. Der Auftrag muss dann an alle Abteilungen kommuniziert und in den dortigen Plänen richtig hinterlegt werden. Für eine optimale Zerlegung der vorhandenen Tiere mit möglichst wenigen Schlachtverlusten müssen dort entsprechend passende Kundenaufträge kombiniert werden. Hinzu kommen kurzfristige Mengenänderungen oder Stornierungen, die eine Anpassung der Pläne erforderlich machen. Weil nicht unmittelbar sichtbar ist, was in den verschiedenen Stufen der Lieferkette passiert, kommt es immer wieder zu Fehlern in der Auftragserfüllung.

Bedarfs- und Produktionsplaner sind hilflos

Die zweite Herausforderung ohne integriertes Planungssystem: Eine manuelle Planung zum Beispiel mit Excel-Tabellen. Diese Form der Prozesssteuerung ist in heutigen Zeiten, in denen es auf Schnelligkeit, Effizienz und Flexibilität ankommt, nicht mehr zielführend. Ein Planer benötigt zu viel Zeit und die Variablen, die er zu berücksichtigen hat, sind zu vielfältig. Bis Pläne an aktuelle Gegebenheiten und Änderungen angepasst sind, stehen entweder die Maschinen still oder das Fleisch wird falsch zerlegt. Ohne einen passenden Auftrag muss dann selbst ein Premium-Lammfilet billig an den Handel abgegeben werden.

Managern fehlt der Durchblick

Die dritte Herausforderung ohne integriertes Planungssystem: Der fehlende Überblick einzelner Abteilungen. Das Management interessiert vor allem, dass die Firma wirtschaftlich arbeitet. Doch ohne stets aktuelle Unternehmenszahlen ist dies schlicht nicht möglich. Vorhersagen und langfristige Pläne können nur anhand valider und umfassender Daten erstellt werden. Wichtig ist, den Grund für geringe Margen zu ermitteln und Ineffizienzen zu analysieren. Es gilt die Regel: Nur was gemessen werden kann, kann auch verändert werden.

Lösung mit integriertem Ansatz erforderlich

Die beste Lösung ist ein intelligentes und abteilungsübergreifendes IT-System, das die Planung der unterschiedlichen Stufen der Supply Chain zu einem Gesamtbild vereint. Es beantwortet jederzeit die essenziellen Fragen: Wie viele Tiere wurden angeliefert? Wie ist die Qualität des Fleisches? Was ist noch im Lager? Welche Kühllagerkapazitäten sind derzeit und in den kommenden Wochen vorhanden? Oder anders gesagt: Welche Aufträge können wann in welcher Reihenfolge und mit welcher Priorität erfüllt werden?

Mithilfe intelligenter IT-Systeme – wie bspw. der zentralen Planungslösung des Optimierungsexperten Quintiq – wird der interne Informationsfluss jederzeit sichergesellt und die notwendige Transparenz nach innen geschaffen. Ergänzt oder ändert eine Abteilung z. B. Daten in ihrem Planungsbereich, werden alle vor- und nachgelagerten Pläne automatisch der neuen Situation entsprechend angepasst, sodass Aufträge termingerecht ausgeliefert werden können. Transparenz wird damit für alle an der Lieferkette Beteiligten hergestellt – von der Produktion über das Lager bis hin zur Logistik. Dabei berücksichtigt die Plattform bei der Planung alle unternehmensspezifischen Regeln sowie die strengen Richtlinien in der Lebensmittelproduktion und erstellt Prognosen zu Ertrag, Margen und Kosten für die aktuellen Aufträge sowie zum künftigen Bedarf.

Transparenz bringt Vorteile in allen Bereichen

Richtig eingesetzte und vernetzte IT-Systeme unterstützen Unternehmen der fleischverarbeitenden Industrie, nicht nur die Unternehmensziele zu erreichen, sondern nachhaltig Margen zu erhöhen. Sie bilden die Grundlage für optimierte, mit digitalem Wissen hinterlegte Entscheidungen. Sie berechnen in Echtzeit, welchen Einfluss eine einzelne Entscheidung auf die ausgewählten KPI eines Unternehmens hat. Sie tragen dazu bei, dass Firmen kurzfristig auf Änderungen in Nachfrage und Markt reagieren können. Von solch steigender innerer Transparenz profitieren alle Abteilungen – vom Management und Vertrieb über Produktion und Logistik bis hin zum Handel.

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Quintiq GmbH
Speditionstraße 1
40221 Düsseldorf
Telefon: +49 211 5421 0800

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