Inspektion: Die Heinrichsthaler Milchwerke minimieren Überfüllungen mit einer Kombi-Produktinspektion von Mettler-Toledo

Die Software ProdX managt Kontrolldaten aus Kombi-Inspektionssystemen bestehend aus Kontrollwaage und Metallsuchgerät

  • Abb. 1: Branchentypisch: Heinrichsthaler installierte die aus Kontrollwaage und Metallsuchgerät bestehenden Kombisysteme als kritische Kontrollpunkte am Ende der Verpackungslinien.Abb. 1: Branchentypisch: Heinrichsthaler installierte die aus Kontrollwaage und Metallsuchgerät bestehenden Kombisysteme als kritische Kontrollpunkte am Ende der Verpackungslinien.
  • Abb. 1: Branchentypisch: Heinrichsthaler installierte die aus Kontrollwaage und Metallsuchgerät bestehenden Kombisysteme als kritische Kontrollpunkte am Ende der Verpackungslinien.
  • Abb. 2: Mittels Datenmanagement-Software und Vernetzung der Kombi-Inspektionssysteme gelang es Heinrichsthaler, kostspielige Überfüllungen um gut 2% zu reduzieren.
  • Abb. 3: Alle Metalldetektoren werden in 90-Minuten-Intervallen sowie zu Beginn und Ende jeder Produktionsschicht und bei jedem Folien- oder Chargenwechsel getestet, die Ergebnisse automatisch in der Datenmanagement-Software erfasst und dokumentiert.
  • Abb. 4: Mit der Installation von fünf Mettler-Toledo Kombisystemen erzielt die Molkerei eine hundertprozentige Kontrolle ihrer laufenden Produktion auf Fremdkörper sowie Über- und Unterfüllungen.
  • Abb. 5: Miriam Krechlok, Head of Marketing, Mettler-Toledo Produktinspektion Deutschland.

Produktinspektionssysteme schützen nicht nur vor Fremdkörpern und kostspieligen Überfüllungen. Sie liefern darüber hinaus wertvolle Daten für das Qualitäts­management und eine kontinuierliche Verbesserung der Linienleistung. Für die Heinrichsthaler Milchwerke GmbH im sächsischen Radeberg amortierte sich ihre Investition in vernetzte Kombi-Inspektionssysteme innerhalb weniger Monate.

Heinrichsthaler Milchwerke

500.000 l verarbeitete Rohmilch und 200 t Fertigware täglich, hergestellt im 24/7-Dreischichtbetrieb auf zwölf Produktionslinien: In der Bierstadt Radeberg, so die Eigenwerbung der Sachsen, hat mit den Heinrichsthaler Milchwerken auch eine der deutschlandweit modernsten Produktionsstätten für die Käseherstellung ihre Heimat. Neben der eigenen Hauptmarke, dem Heinrichsthaler, produziert das Unternehmen für Großverbraucher wie Cateringfirmen und beliefert Discounter und Vollsortimenter des deutschen Lebensmitteleinzelhandels mit deren Handelsmarken. Rund 40% der Produktion gehen in den Export, darunter klassische Käseländer wie Frankreich und Spanien. Kuriosum am Rande: Als erster Hersteller in Deutschland erwarb Heinrichsthaler bereits im 19. Jahrhundert das Patent auf Camembert und Brie und entwickelte ein Sterilisationsverfahren, das den tropensicheren Versand ermöglichte. Mit Neukaledonien und Französisch-Polynesien exportiert man bis heute französischen Weichkäse mit sächsischen Wurzeln in die von der Grande Nation verwalteten Übersee-Territorien.

Lückenlose Füllmengen- und Fremdkörperkontrolle

Seit 2004 ist Heinrichsthaler nach dem International Food Standard (IFS) – heute IFS Food Version 6 Higher Level – zertifi­ziert. Ein integriertes HACCP-Konzept sorgt für verantwortungsbewusste Produktionsweisen. Mit der Installation von fünf Mettler-Toledo Kombisystemen, bestehend jeweils aus einer Kontrollwaage und einem Metallsuchgerät sowie ergänzt um die Inspektions- und Datenmanagement-Software Prodx, investierte die Molkerei in die Stärkung ihrer Wettbewerbsfähigkeit. Das Unternehmen erzielt damit eine hundertprozen­tige Kontrolle ihrer laufenden Produktion auf Fremdkörper sowie Über- und Unterfüllungen.

Die Produktionsleitung hat darüber hinaus mit der Inspektionslösung ein Steuerungsinstrument an der Hand, mit dem sich im Produktionsprozess weitere Optimierungspotentiale erschließen lassen.

Inspektion in der Molkereiindustrie

Inspektionsgeräte in Käsereien und Molkereien werden typischerweise am Ende der Verpackungslinien installiert, um die Produkte auf Fremdkörper zu kontrollieren – seien es in Folie verschweißte Käseblöcke vor ihrer Einlagerung in der Reifekammer oder für Endverbraucher verpackte Produkte. Ein Weg, den auch Heinrichs­thaler geht: Die Kombisysteme wurden als kritische Kontrollpunkte am Ende der Verpackungslinien hinter Tiefzieh- und Schlauchbeutelmaschinen installiert. Die Inspektions­leistung je Gerät beträgt etwa 7.000 Produkte pro Stunde, pro Linie erfolgen täglich bis zu sechs Produktwechsel. Ab dem Pumpen der Rohmilch vom Sammelwagen in die Anliefertanks befindet sich die Milch in einem geschlossenen System. Mögliche Risikoquellen einer Fremdkörperkontamination sind in den Produktionsanlagen zu verorten.

So könnten Metallspäne durch Abrieb von Reibscheiben und Rührmaschinen in das Erzeugnis gelangen. Rühr- und Schneidwerke des Käsefertigers sowie Käseschneider in der Weiterverarbeitung und Portionierung sind mögliche weitere Quellen für metallische Verunreinigungen durch Absplitterungen. Die den Verpackungslinien nachgelagerten Metalldetektoren kontrollieren den gesamten Produktionsdurchlauf und initiieren das sofortige Ausschleusen von einer Kontamination betroffener Produkte.

Die regelmäßige Leistungsüberprüfung der Metallsuchgeräte ist Bestandteil des unternehmensinternen Qualitätsmanagementsystems. Alle Metalldetektoren werden in 90-Minuten-Intervallen sowie zu Beginn und Ende jeder Produktionsschicht und bei jedem Folien- oder Chargenwechsel getestet. Laminierte Testkarten mit Testkugeln unterschiedlicher Metallarten und Größen werden hierzu auf Testpackungen angebracht und durch den Detektor geschleust. Die Testergebnisse erfasst Heinrichsthaler automatisch in der Datenmanagement-Software Prodx und dokumentiert somit für Audits lückenlos die Funktionsfähigkeit der Inspektionssysteme gemäß der festgelegten Spezifikationen.

Echtzeitkontrolle über Datenmanagement-Software

Die Vernetzung der Inspektionssysteme über die Datenmanagement-Software bietet Heinrichsthaler nicht nur Vorteile hinsichtlich einer manipulationssicheren und mit geringem Personalaufwand zu bewerkstelligenden Dokumentation. Produktionsleiter und QM-Verantwortliche erhalten damit auch in Echtzeit genauen Einblick in die Daten der laufenden Produktion. Produktionsprozesse erfahren dadurch an vielen Stellen eine spürbare Beschleunigung – von der Datenerfassung über Produkt- und Linienwechsel bis hin zum schnellen Nachsteuern und Korrigieren bei Auffälligkeiten. Nehmen etwa Ausschleusungen durch Unterfüllungen zu, erkennt dies die Software und schlägt Alarm. Zentral abgelegte Einstellungen für ein Produkt oder eine Verpackungsgröße lassen sich linienübergreifend auf andere Kontrollwaagen übertragen und verleihen mehr Flexibilität sowohl in der Produktionsplanung wie auch in der Aussteuerung der Produktion hinsichtlich Unter- und Überfüllungen.

Heinrichsthaler ist auf die konstante Verfügbarkeit aller Linien angewiesen und vertraut auf die frühzeitige Warnung vor potentiellen Fehlern durch die Datenmanagement-Software. Sie überwacht den Status aller Komponenten der Inspektionssysteme und zeigt essentielle Daten mittels farbcodierter Symbole an.

Proaktives Handeln mit Prodx

Ralf Gründinger, Produktionsleiter bei der Heinrichsthaler Milchwerke GmbH, erläutert: „Technische Defekte an den Schneidemaschinen können eine fehlerhafte Komplettierung der Endverpackung verursachen. Bei Problemen wie diesen ist proaktives Handeln notwendig. Je früher wir solche Defekte erkennen, desto höher ist die Verfügbarkeit der Linien.“ Um wichtige Leistungsparameter wie Durchsatz und Durchschnittsgewicht sowie weitere Parameter zu aktuellen Ereignissen und Ausschleusungen zu kontrollieren, erfolgt stündlich eine routinemäßige Datenauswertung. Der Produktionsleiter kann diese Statusdaten der aktuellen Produktionsprozesse sowohl stationär am PC wie auch mobil über Tablet abfragen, um zu sehen, wie die aktuelle Schicht produziert. Zusätzlich erfolgt über die Auswertung der Produktionsdaten der letzten 24 Stunden kontinuierlich eine Trendanalyse, um bei sich abzeichnenden Auffälligkeiten wie etwa Gewichtsabweichungen frühzeitig gegenzusteuern.

Fazit

Für Heinrichsthaler war es eine strategische Entscheidung, in eine vernetzte Inspektionslösung zu investieren. Mit Prodx ist die Molkerei in der Lage, die Mittelwerte der Verpackungsgewichte kontinuierlich zu überwachen und optimieren. Die Aufbereitung der Daten in Echtzeit unterstützt das Unternehmen darin, kostspielige Überfüllungen zu vermeiden. „Es war uns möglich, die Produktverschwendung von 3% auf nur 0,9% zu reduzieren, sodass wir sofort zwei Gramm einsparen konnten“, fasst Gründinger das Ergebnis in Zahlen. Für den Produktionsleiter steht außer Frage, dass sich das Datenmanagement, mit dem durch Überfüllung verursachte Produktverschwendungen um gut 2% zurückgefahren werden konnten, rechnet. Sein Fazit: „Dadurch hat sich die Investition in das Inspektionsequipment bereits innerhalb von drei Monaten bezahlt gemacht.“

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