Getränke und IT: Die Operations Research add*ONE von Inform stärkt die Absatzplanung von Capri Sonne

Intelligente Algorithmen optimieren die Absatzplanung bei den SiSi Werken in Eppelheim

  • Abb. 1: In Eppelheim, dem größten Produktionsstandort für Capri-Sonne in Deutschland, werden täglich mehrere Millionen Standbodenbeutel mit dem Erfrischungsgetränk aus Fruchtsaft gefüllt.Abb. 1: In Eppelheim, dem größten Produktionsstandort für Capri-Sonne in Deutschland, werden täglich mehrere Millionen Standbodenbeutel mit dem Erfrischungsgetränk aus Fruchtsaft gefüllt.
  • Abb. 1: In Eppelheim, dem größten Produktionsstandort für Capri-Sonne in Deutschland, werden täglich mehrere Millionen Standbodenbeutel mit dem Erfrischungsgetränk aus Fruchtsaft gefüllt.
  • Abb. 2: Seit dem Jahr 1969 ein bekannter Anblick im Standbodenbeutel, die Capri-Sonne.
  • Abb. 3: Dr. Andre Brunner, Vice President Operations bei Capri-Sonne.
  • Abb. 4: Anna-Lena Schmitt, Assistant Operations and SCM Specialist bei Capri-Sonne.

Seit den sechziger Jahren ist Capri-Sonne das beliebte Erfrischungsgetränk für unterwegs. Seine bis heute starke Marktposition hält der Getränkehersteller mit immer neuen Geschmackssorten, Saisonprodukten und der ständigen Erweiterung des Produktsortiments. Diese Vielfalt sorgt jedoch auch für komplexe Nachfragestrukturen, deren optimale Deckung eine flexiblere Absatzplanung notwendig machte. Für die Erstellung verlässlicher Prognosen über den zukünftigen Bedarf brauchte es vor allem eine erhöhte Genauigkeit in der Planung. Aus diesem Grund sollten bei Capri-Sonne in Eppelheim entscheidungsintelligente Algorithmen die eigenen Planungsprozesse optimieren und mehr Detailtiefe und Präzision in den Vorhersagen erzielen. Heute setzt Capri-Sonne daher auf Add*one Absatzplanung vom Aachener Softwarespezialisten Inform.

Der Aufgang der Capri-Sonne

Mitte der sechziger Jahre revolutionierte Rudolf Wild, der Unternehmensgründer der Sisi-Werke (von lat. „sine spiritu“ – ohne Alkohol), die Getränkeindustrie, als er Fruchtsaft auf eine noch nie dagewesene Art und Weise abfüllte und vertrieb: abgepackt in einem flexiblen Standbodenbeutel aus Verbundfolie mit einem Strohhalm. Im Jahr 1969 wurde das alkoholfreie Fruchtsaftgetränk der Sisi-Werke zum ersten Mal in Deutschland unter dem Namen „Capri-Sonne“ verkauft. Zunächst war das Getränk eine nur im Sommer erhältliche Erfrischung. Der Name des Produkts rührt von der Insel Capri, dem Inbegriff für Sommer, Sonne, Strand und Urlaub der sechziger Jahre.

Zu weltweiter Berühmtheit kam das Unternehmen dann, als es im Jahr 1979 die Boxlegende Muhammad Ali als Werbebotschafter gewinnen konnte „Leute greift zu, wenn Ihr Capri-Sonne seht, denn es ist das Größte, wie ich, für alle Zeiten“, sagte Muhammad Ali in einem TV-Werbespot. Heute exportiert Capri-Sonne in 22 Länder weltweit und beschäftigt am größten deutschen Firmensitz in Eppelheim 700 Mitarbeiter. 22 Abfüllmaschinen füllen täglich fünf bis sechs Millionen Beutel mit dem Erfrischungsgetränk. Diese werden anschließend verpackt und versandfertig auf Paletten gestapelt. Teilweise füllen auch Lizenznehmer die Beutel in unterschiedlichen Ländern selbst ab.

Die Absatzplanung erfolgt jedoch zentral von Eppelheim aus.

Absatzplanungsprozess an der Grenze

In der Vergangenheit bestand der Absatzplanungsprozess bei Capri-Sonne aus der Sammlung von planungsrelevanten Daten in Excel-Listen, die von den regionalen Niederlassungen, Lizenznehmern und Großkunden an den Capri-Sonne Standort in Eppelheim herangetragen und dort konsolidiert wurden. Das Ergebnis wurde dann in das vorhandene SAP-System eingespeist. Diese Lösung stellte sich in verschiedener Hinsicht aber als nicht ideal dar. „Unter anderem war es uns nicht möglich auf Artikelebene zu planen. In Excel wurden außerdem Verlaufsanalysen aus der Vergangenheit nicht in die Planung einbezogen und es konnte keine Sales-Unterstützung beim Planungsprozess geleistet werden. Weiterhin wurden die Daten in verschiedenen Regionen unterschiedlich gehandhabt, was den Planungsprozess sehr schwierig gestaltete“, so Dr. Andre Brunner, Vice President Operations bei Capri-Sonne.

Mit wenig bis keiner Unterstützung für verlässliche Vorschlagswerte stieß die bisherige Lösung die Planungsverantwortlichen bei Capri-Sonne also an Grenzen: Weder war ein Herunterbrechen der Absatzprognosen auf einzelne Produkte und Länder möglich, noch ein Herausfiltern von einzelnen Planungssegmenten. Capri-Sonne benötigte jedoch Prozess- und Planungssicherheit, bzw. ganz konkret die Möglichkeit, Daten ohne Medienbrüche zu konsolidieren und durch Priorisierung der Planungsquellen entsprechende Hierarchien zu erstellen. Auf diese Weise sollte eine höhere Transparenz bei der Planung einzelner Produktgruppen erreicht und die Absatzplanung effizienter gestaltet werden.

Optimierungssoftware Add*one von Inform

„In einem umfangreichen Evaluierungsprozess haben wir verschiedene Anbieter von Softwarelösungen zur Absatzplanung betrachtet und analysiert. Am Ende konnte sich Inform gegenüber vier weiteren Wettbewerbern durchsetzen, da das Unternehmen den Entscheidungskriterien am besten entsprach. Vor allem der Aspekt, dass Inform das Konzept des Operations Research aus der analytischen Mathematik verfolgt, war wichtig für uns“, erinnert sich Brunner. Sehr viel Eindruck machte auch die Beratungsleistung von Inform. Ziel des Projektes war es, die Planungsprozesse in einem gemeinsamen System zu vereinheitlichen, die Genauigkeit der Planung zu erhöhen, eine Planbarkeit auf verschiedenen Ebenen zu erreichen und bessere Auswertungsmöglichkeiten zu erlangen. Mit diesen Vorgaben implementierte das Unternehmen die Optimierungssoftware Add*one.

Das Ergebnis: Schon nach einer intensiven Einarbeitungsphase und Anwenderschulungen durch Inform wurde das System von den Anwendern akzeptiert. Jeder von ihnen betreut unterschiedlich viele Artikel; teilweise erstellen einzelne Anwender die Absatzpläne für bis zu 50 Artikel. Die meisten Waren werden seit Februar 2016 wie von den Prognosen der Optimierungssoftware vorgeschlagen geplant, da Add*one bereits alle wichtigen Parameter in die Planung miteinbezieht und keine manuelle Überprüfung mehr notwendig ist. Die Kenn- und Planzahlen für jeden Zuständigkeitsbereich werden im System übersichtlich und grafisch aufbereitet, um schnelle Auswertungen generieren zu können und Handlungskonsequenzen sowie Planungsentscheidungen effizient ableiten zu können. Durch eine Priorisierung der Prognosen von Add*one sowie der manuellen Planzahlen von Vertrieb und Kunden besitzt Capri-Sonne nun die geforderte Planungshierarchie für einen abteilungsübergreifend abgestimmten und allgemeingültigen Plan. „Dank der Software verfügen wir nun über ein Tool mit einer starken Aussagekraft für die Planungen, da man auf statistisch ermittelte Systemprognosen zurückgreifen kann. Außerdem können wir nun erstellte Prognosen und Ist-Zustände archivieren und somit Abweichungsanalysen erstellen, um ein fundiertes Reporting zu erhalten“, erklärt Brunner die Vorteile der Add*one Absatzplanung.

Planung mit mehr Detailtiefe und verbesserter Transparenz

Im Verlauf des Projekts wurde das bestehende Wissen von der Projektleitung bei Capri-Sonne in internen Schulungen weitergegeben, sodass inzwischen 50 Anwender bei Capri-Sonne erfolgreich mit Add*one Absatzplanung arbeiten. Derzeit wird die Software für drei Prozesse eingesetzt: bei der Absatzplanung speziell für Key Accounts, zur frühzeitigen Einspielung der Bedarfsprognosen, die von den Kunden an Capri-Sonne weitergeleitet werden, und zur strategischen Planung der Produkte von Capri-Sonne. „Mit dem neuen Softwaretool ist es uns gelungen, bisherige Forecast-Prozesse zu überarbeiten und neue Prozessstrukturen zu entwickeln. Die Planung erfolgt nun in einer großen Detailtiefe, mit verbesserter Transparenz und mehr Unterstützung durch qualitative Vergangenheitswerte. Somit konnten wir unser Hauptziel der optimierten Absatzplanung durch eine Software erreichen“, erklärt Anna-Lena Schmitt, Assistant Operations and SCM Specialist, die die Projektleitung für Add*one bei Capri-Sonne innehat.

Schon längst ist der Nutzen von Add*one über die Grenzen der Planungsabteilung hinaus im Unternehmen bekannt geworden. Die Software soll daher in Zukunft auch in weiteren Geschäftsbereichen, wie z. B. dem Controlling, genutzt werden.

Kontaktieren

Inform Institut für Operations Research und Management GmbH

Aachen
Telefon: +49 24 08 94 56 0

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