Der italienische Mineralwasser-Hersteller San Benedetto setzt bei der Prozessautomatisierung auf Endress+Hauser

Getränkeindustrie: San Benedetto biegt gemeinsam mit Endress+Hauser ins Industrie-4.0-Zeitalter ein

  • Abb. 1: 1983 war San Benedetto das erste italienische Unternehmen, das Mineralwasser in Kunststoffflaschen abfüllte.Abb. 1: 1983 war San Benedetto das erste italienische Unternehmen, das Mineralwasser in Kunststoffflaschen abfüllte.
  • Abb. 1: 1983 war San Benedetto das erste italienische Unternehmen, das Mineralwasser in Kunststoffflaschen abfüllte.
  • Abb. 2: „Die Fähigkeit, den Betrieb unserer Anlagen laufend zu verbessern, macht für uns aus dem Zulieferer Endress+Hauser einen Partner“, sagt Rosario De Marchi, Werksleiter bei San Benedetto.
  • Abb.3: Ein hoher Grad an Automatisierung sichert die Qualität von San Benedetto und verschafft Flexibilität in der Produktion.
  • Abb. 4: San Benedetto fühlt sich der Natur verbunden und richtet seine Produktion auf ökologische Nachhaltigkeit aus.

1983 war San Benedetto das erste italienische Unternehmen, das Mineralwasser in Kunststoffflaschen abfüllte. 1993 folgte eine weitere Innovation mit einer komplett aseptischen Abfüllanlage für nicht-kohlensäurehaltige Getränke. 730 Mio. € Umsatz hat das Unternehmen mit Sitz in Scorzè bei Venedig 2015 erwirtschaftet und beschäftigt heute rund 1.800 Mitarbeitende in elf Produktionszentren, die täglich 20 Mio. Flaschen abfüllen. Nun biegt der Getränkehersteller gemeinsam mit Endress+Hauser ins Industrie-4.0-Zeitalter ein.

Von Kühlschränken und Mineralwasser

Innovation und Tradition gehen beim italienischen Mineralwasser-Hersteller San Benedetto Hand in Hand. Ursprünglich im Handel von Haushaltsgeräten tätig, hatte der Firmengründer die These, dass sich der Siegeszug des Kühlschranks auch positiv auf den Konsum von Mineralwasser auswirken könnte. Er sollte Recht behalten: Kürzlich feierte das Unternehmen seinen 60. Geburtstag. Wie der Name vermuten lässt, wurde dem Wasser eine heilsame Wirkung zugesprochen – als Acqua della salute („Gesundheitswasser“) machte es lokal schnell Karriere. Der Zugang zum nationalen Markt aber blieb verwehrt.

„Zwar stieg der Absatz, doch die Verteilung war nur regional, und für den Bau neuer Produktionslinien standen hohe Investitionen an“, erinnert sich Enrico Zoppas. Er übernahm nach dem Tod des Firmengründers 1971 mit Partnern das Unternehmen und sitzt heute dem Verwaltungsrat vor. „Die Firma schrieb Verluste, niemand wollte sie haben.“ Enrico Zoppas aber glaubte an ihr Potential, stieg ins Geschäft ein – und landete wenig später mit der Einführung von Mehrweg-Flaschen einen Coup: Die hohe Akzeptanz bei den Konsumenten katapultierte das Unternehmen praktisch über Nacht aus der Regionalliga aufs nationale Parkett.

PET-Pionier mit aseptischen Abfüllanlagen

Keine zehn Jahre später folgte mit recycelbaren PET-Flaschen die nächste Revolution: San Benedetto war 1983 das erste Unternehmen in Italien, das Mineralwasser in Plastikflaschen verkaufte. Erstmals ermöglichte die vertikale Prozessintegration die vollständige Automatisierung der Produktion.

Eine weitere Innovation folgte 1993, als eine komplett aseptische Abfüllanlage für nicht-kohlensäurehaltige Getränke in Betrieb genommen wurde: Ein Meilenstein hinsichtlich Qualitätssicherung, aber auch ein Türöffner für die aufkommenden Lifestyle-Produkte wie Eistee oder Energy-Drinks.

Der Mut und die Weitsicht haben sich ausbezahlt: Heute ist San Benedetto auf allen Segmenten des Erfrischungsgetränkemarkts erfolgreich – vom Mineralwasser bis zum Süßgetränk, vom Babydrink bis zum Tonic Water. Während ein modernes Vertriebsnetz die Verteilung vom Getränkeautomaten bis zur Gastronomie sicherstellt, blieb die Produktionskette von der Herstellung bis zur Abfüllung stets unter eigener Kontrolle. „Um höchste Qualität zu garantieren, nutzen wir moderne verfahrenstechnische Anlagen und setzen konsequent auf kontinuierliche Verbesserung“, sagt Dr. Rosario De Marchi, Werksleiter von San Benedetto. „Das Streben nach einer guten Balance von Qualität, Sicherheit und Effizienz treibt die technische Innovation nachhaltig voran.“

Starker Partner Endress+Hauser

Ein entscheidender Faktor dabei ist die Prozessautomatisierung. „Mit Endress+Hauser haben wir einen starken Partner gefunden, mit dem uns viel verbindet – insbesondere die Vision, die Dinge ständig weiter zu verbessern“, freut sich Rosario De Marchi. Dabei geht es nicht allein um die sichere Überwachung von Prozess- und Qualitätsparametern in der laufenden Produktion, sondern auch um den optimalen Einsatz von Ressourcen und Energie. „Durch genaue und verlässliche Durchflussmessungen bei der Dosierung und der Vorbereitung der Chargen konnten wir den Verbrauch an Rohstoffen und Prozesswasser deutlich verringern, ebenso den Ausschuss“, berichtet Rosario De Marchi.

„Dank der Technologie und dem Know-how von Endress+Hauser haben wir heute einen Grad an Automatisierung erreicht, der uns viel Flexibilität in der Produktion erlaubt“, sagt der Werksleiter. Hinter dieser Flexibilität stehen indes nicht nur Maschinen, sondern Menschen: Endress+Hauser sorgt mit Schulungen dafür, dass die Anlagenbediener jederzeit die richtigen Entscheidungen treffen. „Unsere Mitarbeiter sollen nicht blind ausführen, sondern Verantwortung übernehmen. Dafür braucht es einfach zu bedienende Schnittstellen, die eine unmittelbare Diagnose des Prozesses erlauben“, erklärt Rosario De Marchi.

„Eine gut vernetzte Gerätelandschaft stellt nicht Daten bereit, sondern Informationen“, weiß der Werksleiter. Und sie liefert Perspektiven für die Zukunft: Unter dem Stichwort Industrie 4.0 wird die Integration der Automatisierungstechnik ins ERP-System des Unternehmens immer wichtiger. „Endress+Hauser hat diese Anforderungen mit Feldbus-Technologie, dem W@M-Portal und einer Lösung für das Asset-Management bereits umgesetzt“, lobt Rosario De Marchi. „Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Partnerschaft erlaubt uns, unsere Prozesse schlank zu halten und unsere Aufmerksamkeit ganz den Bedürfnissen unserer Kunden zu widmen!“

Nächster Meilenstein: ökologische Nachhaltigkeit

Der technische Vorsprung blieb in der Branche nicht verborgen: Internationale Getränkekonzerne begannen sich für San Benedetto zu interessieren, was in gemeinsame Projekte mündete. „Wir sind agil und haben eine hohe Innovationsrate, was uns schnell, flexibel und mutig handeln lässt“, unterstreicht Enrico Zoppas. Zuletzt wurde die ganze Produkt- und Prozessentwicklung auf ökologische Nachhaltigkeit ausgerichtet – auch dies ein wichtiger Aspekt der Unternehmenskultur. „San Benedetto stand schon immer in einer engen Beziehung mit der Natur und Umwelt“, fasst es Enrico Zoppas zusammen. „Wir haben von der Natur gelernt, Wohlstand zu schaffen – dieses Prinzip fasst unsere Philosophie zusammen und weist den Weg für die Zukunft. Alles dreht sich um ein Produkt, das nicht das Werk des Menschen, sondern ein Geschenk der Natur ist!“

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